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Rezensionen, Kulturkalender und Hintergründe aus Stadt und Umland — redaktionell kuratiert, seit 2016.

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Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945

Ausstellung der Geschichtswerkstatt Göttingen

Berufsbildende Schulen II +Hintergrund

Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ dokumentiert die Lebensgeschichten von angeworbenen, dienstverpflichteten oder auf gewalttätige Weise deportierten Menschen, die während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeit in Südniedersachsen leisten mussten.

In 13 thematischen Stationen zeigt die Ausstellung das Ausmaß, die Bedeutung und die Vielgestaltigkeit von Zwangsarbeit am Beispiel der Region Göttingen-Northeim. Bis zu 60.000 Menschen aus mindestens 16 europäischen Ländern waren hier als Zwangsarbeitende eingesetzt.

Eine Besonderheit der Ausstellung liegt in ihrer europäischen Perspektive. Die Lebensgeschichten polnischer, niederländischer und italienischer Zwangsarbeitender und die damit verbundenen allgemeineren Aspekte werden von Wissenschaftler_innen aus diesen Ländern dargestellt. So greift die Ausstellung die europäische Dimension der NS-Zwangsarbeit auf, multiperspektivisch und auf verschiedenen Zeitebenen. Um den Stellenwert dieser Erfahrung im Leben der Betroffenen kenntlich zu machen, werden ihre gesamten Lebensläufe dargestellt – weit über den Abschnitt der Zwangsarbeit in Deutschland hinaus. Dabei kommen viele ehemalige Zwangsarbeitende selbst zu Wort und berichten von ihren Erfahrungen. Indem die Besucher_innen so von den historischen Akteur_innen gleichsam durch die Ausstellung begleitet werden, treffen sie auf Menschen, die damals im gleichen Alter waren wie sie heute, mit denen sie den Beruf oder die Herkunft teilen. Das eröffnet einen persönlichen Zugang.

Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ ist keine Gedenkstätte. Sie ist kein Tatort des Nationalsozialismus, kein „Täter-Ort“. Aber eine neutrale Umgebung kann für die Vermittlungsarbeit fruchtbar gemacht werden. Die Besucher_innen kommen ohne medial vorgeprägte Bilder im Kopf. Neue, kreative Vermittlungsformate sind möglich. Zugleich aber fehlt es auch hier nicht an „authentischen Orten“, sie liegen vor der Haustür: Es sind die Firmen und Institutionen, die Zwangsarbeitende einsetzten, die Plätze, auf denen diese Menschen in Lagern untergebracht waren.

Als Lern- und Bildungsort zum Nationalsozialismus in der Region richtet sich die Ausstellung an alle Menschen ab einem Alter von etwa 15 Jahren. Angehörige aller Generationen sollen direkt am Ort ihres Alltagslebens zu einer kritischen Debatte über Zwangsarbeit, Nationalsozialismus und die Erfahrung der Fremdherrschaft ermuntert werden. Jung und Alt sollen motiviert werden, selbst die Spuren der NS-Zwangsarbeit am eigenen Wohnort zu erkunden.

In ihrer Gestaltung setzt die Ausstellung Akzente, die die Besucher_innen überraschen und ihre (möglichen) Erwartungen produktiv brechen. Freundliche Farben ermuntern zum Lesen; künstlerische Elemente eröffnen erste intuitive Zugänge; großformatige Verortungsgrafiken zeichnen Wege der in der Ausstellung porträtierten Menschen im europäischen Raum von Zwangsarbeit.

Die Ausstellung ist interaktiv. Besucher_innen bekommen die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden, ihre Interessen einzubringen und Schwerpunkte zu setzen. Wer sich mit dem Thema einer Ausstellungstafel intensiver beschäftigen will, findet Objekte in Vitrinen und kann Schubladen aufziehen, in denen sich ergänzendes Material befindet. In Multimedia-Stationen können weitere Dokumente, vor allem aber zahlreiche lebensgeschichtliche Filminterviews mit ehemaligen Zwangsarbeitenden abgerufen werden. Eine interaktive elektronische Landkarte ermöglicht die Recherche nach früheren Lagerstandorten in der Region.

Öffnungszeiten:
Montags bis freitags 10 – 14 Uhr | donnerstags 15 – 18 Uhr | jeden 1. Sonntag im Monat 14 – 17 Uhr | für Gruppen nach Vereinbarung

+Hintergrund

Da ist noch mehr.

Dieser Termin hat einen Hintergrund — Kontext zu Werk, Inszenierung und Mitwirkenden. Mit PLUS lesen Sie ihn vollständig. Ab 1,20 € für einen Tag, 5 € / Monat oder 50 € / Jahr.

1,20 € / Tag · 5 € / Monat · 50 € / Jahr · jederzeit kündbar

Veranstalter:

Terminübersicht

11
MONTAG MAI
19:00
Tanzen Exil

SWING-A-ROUND – Swing, Charleston, Lindy Hop, Boogie and more

Offener Swing-Abend mit Taster und Social Dance
+Hintergrund
Eintritt frei | Spende erwünscht
19:45
Termin Reformierte Kirche Göttingen
Saison 2025/26

GSO Kammerkonzert 5: »Weltweite Schätze«

Vom Kulturbüro empfohlen
Kulturticket
20:00
Theater Junges Theater

Macht und Magie

Eine Inszenierung des Club Göttingen
Vom Kulturbüro empfohlen +Hintergrund
20:00
Theater Deutsches Theater - dt.2

Otfried Preußler »Krabat«

Düsteres Kammerspiel nach dem Roman von Otfried Preußler
Blauer Tag
12
DIENSTAG MAI
18:00
Theater dt.x Satellit

»Jour Fixe« im Satellit

Theaterpädagogisches Austauschformat mit Stückvorstellung und Probenbesuch
Anmeldung erforderlich!
19:00
Theater Junges Theater
Ausreißerclub

Sophokles / Jean Anouilh »Antigone«

Schauspiel des JT-Ausreißerclubs frei nach antikem Stoff
Einlass ab 18.30 Uhr Inszenierung: Sascha Gebert
+Hintergrund
Rezension
Wenn die Jugend widerspricht
Rezension

Wenn die Jugend widerspricht

Was passiert, wenn die jüngere Generation der älteren klar sagt: Nein? Der Ausreißerclub des Jungen Theaters bringt »Antigone« auf die Bühne – und macht aus einem antiken Stoff brennend aktuelle Gegenwart.

20:00
Theater Deutsches Theater - dt.2

Otfried Preußler »Krabat«

Düsteres Kammerspiel nach dem Roman von Otfried Preußler
20:15
Termin Apex

QuerQuassler feat. Martin&Maze »Der Norden zu Besuch«

Improtheater mit den Göttinger QuerQuasslern und dem Hamburger Duo
20:30
Theater Deutsches Theater – dt.x (Keller)

Sébastien Thiéry »Der Videobeweis«

Beziehungs-Thriller über Geheimnisse und Überwachung
13
MITTWOCH MAI
19:00
Termin Buchladen Rote Straße
Soli-Lesung

Sibel Schick »Mein Körper – wessen Entscheidung?«

Für reproduktive Gerechtigkeit
+Hintergrund
Eintritt frei, Spenden erbeten
Ein Kommentar
Wenn Buchhandlungen aussortiert werden
Ein Kommentar

Wenn Buchhandlungen aussortiert werden

Der Göttinger Buchladen Rote Straße wurde aus der Kandidatenliste des Deutschen Buchhandlungspreises entfernt. Drei betroffene Buchhandlungen kündigen nun juristische Schritte gegen den Bund an.

20:00
Lesung Literaturhaus Göttingen
Literarisches Zentrum

Gilda Sahebi »Verbinden statt spalten«

Gespräch über gesellschaftlichen Zusammenhalt und politische Narrative
Vom Kulturbüro empfohlen
20:00
Theater Junges Theater

Isobel McArthur »Stolz und Vorurteil (oder so)«

Komödie nach Jane Austen in einer Fassung des Jungen Theaters
Inszenierung: Christine Hofer
Rezension
Ein Klassiker im neuen Gewand
Rezension

Ein Klassiker im neuen Gewand

Was macht einen Klassiker zeitlos? Vielleicht ist es die universelle Gültigkeit seiner Themen, die tiefgehenden Charaktere oder die Art, wie er immer wieder neu interpretiert werden kann. Jane Austens »Stolz und …

20:15
Comedy Apex

Lioba Albus – »Ende offen«

Kabarettabend mit Beobachtungen zu Alltag und Gesellschaft
Vom Kulturbüro empfohlen
20:15
Theater ThOP – Theater im OP

Der Sandmann

Theateradaption nach der Erzählung von E. T. A. Hoffmann
Premiere
Vom Kulturbüro empfohlen
14
DONNERSTAG MAI
11:00
Termin Gemeindesaal St. Jacobi

Singstunde »Die Morgen-Uhus«

für Sangesbegeisterte aller Altersstufen
Teilnahme kostenfrei
19:00
Konzert Stadthalle Göttingen
Internationale Händel-Festspiele Göttingen 2026

Galakonzert »20 Jahre FOG«

Jubiläumsgala des FestspielOrchesters Göttingen
+Hintergrund
19:45
Theater Deutsches Theater - dt.1
Uraufführung

Lars Werner »Gewalt erben«

Zeitgenössisches Schauspiel über Macht, Ohnmacht und Verfall
ca. 100 Minuten, keine Pause
Vom Kulturbüro empfohlen +Hintergrund
Rezension
Thriller-Stimmung im Schneesturm
Rezension

Thriller-Stimmung im Schneesturm

Eine abgelegene Berghütte inmitten schneebedeckter Wälder. Nur eine Gondel führt zurück in die Wärme der Zivilisation. An diesem einsamen Ort treffen sich zerstrittene Familienmitglieder, um Abschied von ihrer …

Szenenwechsel
Ein Erbe, das niemand loswird
Szenenwechsel

Ein Erbe, das niemand loswird

Neue Ausgabe des Theatermagazins Szenenwechsel: Tina Fibiger spricht mit DT-Chefdramaturg und Regisseur Michael Letmathe über die Uraufführung von »Gewalt erben«. Das neue Stück von Lars Werner erzählt von einer …

20:00
Termin Stadion an der Speckstraße, Göttingen

244. Offene Bühne

Offenes Bühnenformat für Musik, Wort und Performance
Einlass 19:30 Uhr
Vom Kulturbüro empfohlen
Eintritt frei
20:30
Theater Deutsches Theater – dt.x (Keller)

Stefanie Sargnagel »Iowa«

Ein Ausflug nach Amerika — Deutsche Erstaufführung
Zum letzten Mal
15
FREITAG MAI
11:15
Konzert St. Jacobi-Kirche
Händel-Festspiele 2026

Händel-Festspiele »Good Morning, George!«

Carillon-Konzert hoch über Göttingen
Eintritt frei

Rezensionen
Kultur in Göttingen — mit mehr Tiefe.

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