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»Eremiten« – Naturräume der Einsamkeit in der Graphik des 15.–19. Jahrhunderts Kunstwerk des Monats
Theologie und Kunstgeschichte im Dialog. Aegidius Sadeler nach Jan Bruegel, Die Stigmatisation des Hl. Franziskus
Hörsaal Audi 11, Auditorium +HintergrundVorgestellt von Petra Rau und Robin York Schieweck
Kunstwerk des Monats
Am ersten Sonntag im Monat um 11.30 Uhr
Zur Ausstellung:
Die Ausstellung »Eremiten. Naturräume der Einsamkeit in der Graphik des 15.–19. Jahrhunderts« widmet sich der Frage, wie Einsamkeit in der europäischen Kunst über mehrere Jahrhunderte hinweg visualisiert wurde. Im Mittelpunkt stehen rund 25 ausgewählte Druckgraphiken aus der Kunstsammlung der Universität Göttingen, darunter Arbeiten von Albrecht Dürer, Hendrick Goltzius und Jan Sadeler.
Ausgangspunkt ist das Motiv des eremitischen Rückzugs, wie es in der christlichen Text- und Bildtradition überliefert ist. Dargestellt werden Wüstenväter und Heilige wie Johannes der Täufer, Maria Magdalena oder Hieronymus, die sich bewusst aus der Gemeinschaft zurückzogen, um in der Abgeschiedenheit der Natur ein asketisches Leben zu führen. Die Landschaften fungieren dabei nicht als bloße Kulissen, sondern als existenzielle Erfahrungsräume, in denen sich Vorstellungen von Askese, Weltabkehr und spiritueller Suche verdichten.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Übersetzung fremder Landschaften in mitteleuropäische Bildwelten. Die ursprünglich im östlichen Mittelmeerraum verorteten Lebensräume der Eremiten erscheinen in den Graphiken als Wälder, Felslandschaften oder Inseln und werden so in vertraute Naturräume überführt. Die Ausstellung folgt diesen unterschiedlichen »Naturräumen der Einsamkeit« von der Stadt bis in die vermeintliche Wildnis.
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