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- Clavier-Salon
Ein aufregender Clavierabend voller Kontraste
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- Klavierabend mit Ruishi Zheng, China
- erschienen am 02. Oktober 2023
Ein ausgefallenes Programm erwartete das Publikum im Clavier-Salon Göttingen: Am Abend des 29. September spielte die Beijinger Pianistin Ruishi Zheng Werke von Bach-Petri, Beethoven, Enrique Granados, Schuhmann und Nikolai Kapustin. Das Programm ist ausgefallen in dem Sinne, da Zheng Werke präsentierte, die nicht so häufig im Clavier-Salon gespielt werden und dazu noch einen stark kontrastierenden Charakter besitzen. Zhengs Konzert stellte ein Wechselbad der Gefühle dar, angenehme Gefühlseindrücke, Anmut und Schönheit wurden in Kontrast gesetzt mit Dramatik, Hektik und Ruhelosigkeit. Das Thema Kontraste zog sich wie ein roter Faden durch das gesamte Konzert. Zheng schaffte es gekonnt, diese verschiedenen Gefühlseindrücke dem Publikum zu vermitteln.
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- St. Jacobi
Himmlische Klänge zum Michaelistag
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- Abendmusik zum Michaelistag im Rahmen des 9. Bachfestes
- erschienen am 01. Oktober 2023
Das Gefühl, wenn Himmel und Erde sich berühren und der Mensch Gottes Anwesenheit spüren kann, wird besonders durch das Zusammenspiel von Chor und Orchester vermittelt, sodass man sich für kurze Zeit fühlt, als wäre man Teil des besungenen Engelsheeres. Johann Sebastian Bach vermochte diese religiösen Aspekte in seiner Musik zum Ausdruck zu bringen und komponierte für das, vor allem in der Zeit des Barocks, wichtige Kirchenfest – den Michaelistag – vier ganz besonders feierliche Kantaten.
Diese konnten die Besucher:innen am Freitagabend den 29. September bei der Abendmusik zum Michaelistag genießen, die im Rahmen der Eröffnung des 9. Bachfestes in Göttingen vorgeführt wurde. Ort des Konzertes war die besonders gut zum Anlass passende Jacobikirche, die der Göttinger Innenstadt ihren Charme verleiht.
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- Deutsches Theater
Ein wunderbar empathischer und filigran gewebter Theaterabend
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- »Der Kirschgarten« in der Inszenierung von Erich Sidler zur Spielzeiteröffnung
- erschienen am 01. Oktober 2023
So viel Blütenpracht und so viel blauer Horizont. Doch diese Weite sieht kaum jemand auf dem verschuldeten Landgut, wo die Menschen ausharren, keine Mutprobe wagen und nicht einmal ihren Sehnsüchten vertrauen. Sie könnten ja auch damit scheitern, während sie sich an ihrem beengenden Miteinander aufreiben. In ihren Mikrokosmos vertieft sich Erich Sidler mit Anton Tschechows Schauspiel »Der Kirschgarten« zum Auftakt der Spielzeit. Und wie am Abend zuvor bei Henrik Ibsens Schauspiel »Nora oder Ein Puppenhaus« in der Inszenierung von Marcel Gisler, bringt auch Erich Sidler mit seinem Ensemble verkorkste Seelenlandschaften zum Sprechen, was sie umtreibt und wie sie sich der Realität verweigern.
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- Deutsches Theater
Berührende und manchmal auch erschreckend gegenwärtige Nahaufnahmen
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- Premiere »Nora oder Ein Puppenhaus« im dt.2
- erschienen am 29. September 2023
Die helle Sofalandschaft auf der dt.2-Bühne lässt an eine Festung denken. Sogar die Kissen halten sich an eine Formation, nach Größe und Farbton drapiert, damit nur ja kein wohnlicher Eindruck entsteht. Den Rest erledigt der Saugroboter, der auch prompt auf Gaia Vogels Kommando reagiert. Ihre Nora gönnt sich manchmal kleine selbstironische Momente, aber die nur ganz für sich, wenn ihre Rolle als Prestigeobjekt gerade nicht gefragt ist und auch sonst niemand Ansprüche an sie stellt. Dann muss sie auch nicht mehr diese selbstbewusste, attraktive Pose stemmen und kann ihre innere Erschöpfung preisgeben. In der müden Gestalt, die sich jetzt in die Polter verkriecht, wird eine andere Seite einer wortgewandten und stets anpassungsbereiten Frau spürbar, die in Henrik Ibsens Schauspiel »Nora, oder Ein Puppenhaus« ihre Ehelebensfestung verlässt. In demonstrativen Posen erschöpfen sich auch die anderen Figuren mit ihren Ansprüchen und Forderungen an sich und gegen Nora, denen Regisseur Marcel in seiner Inszenierung in berührenden Nahaufnahmen nachspürt.
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- St. Johannis
75 Jahre Menschenrechte - musikalisch kongenial umgesetzt
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- Ballettensemble von »art la danse« und das Göttinger Symphonieorchester
- erschienen am 26. September 2023
Chaillot, so haben Berndt Eberhardt, Kantor an St. Johannis, und Judith Kara, Leiterin der Ballettschule Art la danse den Ballettabend zum 75. Jubiläum der Menschenrechtsdeklaration genannt, der am Wochenende zwei Mal in der St. Johanniskirche zu sehen und zu hören war. Im Pariser Palais Chaillot haben am 10. Dezember 1948 die Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ verkündet und damit den Anlass für das Jahresthema mit unterschiedlichen Veranstaltungen der St. Johannisgemeinde gegeben. Das Team Eberhardt und Kara hat bereits in der Vergangenheit großartige Programme gemeinsam entwickelt und umgesetzt, aber Chaillot sticht noch einmal mit besonderen Qualitäten hervor.
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