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»Di viderbagegenish« im Deutschen Theater Göttingen | © Photo vom Veranstalter
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Deutsches Theater

Jean Goldenbaums jiddische Oper feiert bewegende Premiere in Göttingen

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»Di viderbagegenish« begeistert mit emotionaler Tiefe und musikalischer Vielfalt
von Christine Worbs, erschienen am 31. Oktober 2025
Am Sonntag, dem 26. Oktober 2025, fand im Deutschen Theater Göttingen ein einzigartiges Ereignis statt: die Oper »Di viderbagegenish« des Komponisten und Musikwissenschaftlers Jean Goldenbaum.

Die Oper wird auf Jiddisch gesungen, mit Passagen auf Hebräisch und Aramäisch. Das ebenfalls vom Komponisten verfasste Libretto basiert auf einer Kurzgeschichte des Nobelpreisträgers Isaac Bashevis Singer (1902–1991) und erzählt die Geschichte eines jüdischen Paares, das in den 1960er Jahren aus Osteuropa nach New York auswandert.

Goldenbaums Musik verzauberte das Theaterpublikum. Seine Ästhetik ist frisch und originell und findet gleichzeitig Anklang beim zeitgenössischen Publikum. Seine Musik ist grundsätzlich atonal, doch in bestimmten Momenten führt er das Publikum in tonale Passagen, die perfekt mit der Handlung der Erzählung harmonieren.

Goldenbaum verwendete zudem verschiedene Elemente, die der Aufführung durchweg Dynamik und Überraschung verleihen: Der Chor wechselt zwischen Erzähler und Figur, mal singend, mal im Sprechgesang. Darüber hinaus tritt Goldenbaum selbst als Rabbiner auf und durchbricht so die Barriere zwischen Schöpfer und Interpret.

Die Musikerinnen und Musiker sowie Sängerinnen und Sänger wurden dieser hervorragenden Oper gerecht. Leonore von Falkenhausen (Sopran) und Georg Thauern (Bariton) beeindruckten das Publikum mit ihren wunderschönen Stimmen und bewiesen, dass sie mit den Rollen, die sie spielten, vollkommen vertraut waren.

Dirigent Stefan Kordes leitete Orchester, Chor und Solisten mit Anmut und absoluter Beherrschung des Werks. Das Orchester unter der Leitung von Konzertmeister Henning Vater schien jeden Augenblick zu genießen und interpretierte jede Note mit Präzision.

Als Solistinnen und Solisten bereicherten Minja Spacic (Cello) und Florian Stubenvoll (Klarinette) das musikalische Gesamtbild.

Der Chor, bestehend aus Sängerinnen und Sängern aus Göttingen und Holzminden, sang in allen drei Sprachen mit Präzision und Eleganz. Es war offensichtlich, dass Kordes und alle unter seinem Dirigat sich Goldenbaums Oper mit ganzem Herzen widmeten.

Es war ein Abend, an den sich alle, die ihn live erlebten, erinnern werden. Jean Goldenbaum etabliert sich mit diesem Werk als eine der wichtigen Stimmen der neuen Musik in Deutschland. Er verbindet sein künstlerisches Können mit seinem umfassenden Wissen über die jüdische Kultur und seinem Wunsch, all dies dem Publikum auf die schönste Art und Weise zu vermitteln.

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