»Die Wand« nach dem Roman von Marlen Haushofer
Literarische Theateradaption über Isolation, Selbstbehauptung und das Verhältnis von Mensch und Natu

© Anton Säckl
Eine Frau verbringt einige Tage in einer abgelegenen Jagdhütte in den Bergen. Als ihre Begleiter nicht zurückkehren, entdeckt sie, dass eine unsichtbare Wand sie von der Außenwelt trennt. Jenseits dieser Grenze scheint alles Leben erstarrt zu sein. Zurück bleiben nur sie selbst, der Hund Luchs, eine Kuh, Katzen und die Natur. Was als existenzielle Bedrohung beginnt, entwickelt sich zu einem Alltag des Überlebens, der neue Routinen, Abhängigkeiten und Formen von Selbstbestimmung hervorbringt.
Marlen Haushofers Roman gilt als vielschichtiger Klassiker zwischen Zivilisationskritik, Naturerfahrung und innerem Emanzipationsprozess. Die Inszenierung von Daniel Foerster übersetzt diese stille Radikalität in eine dichte theatrale Form. Im Zentrum steht die körperliche und psychische Verwandlung der Protagonistin, deren innere Monologe, Handlungen und Beobachtungen das Geschehen strukturieren. Bühne und Kostüm arbeiten bewusst reduziert und lassen Raum für Konzentration, Rhythmus und Präsenz. Der Wechsel zwischen Ruhe und Zuspitzung, zwischen Beobachtung und Handlung, macht Isolation als Erfahrungsraum spürbar und rückt Fragen nach Autonomie, Verantwortung und menschlicher Anpassungsfähigkeit in den Vordergrund.
Mit Marie Seiser, Lou von Gündell, Gerd Zinck
»Das Schauspiel besitzt eine enorme Kraft und zieht das Publikum von Beginn an in einen Bann, der die Einsamkeit hinter der Wand spürbar macht.« (Ronja Kirschke, Scharfer Blick)
Eintritt: Tickets für 21,50 €
Regie: Daniel Foerster
Veranstalter:
Ort
Deutsches Theater - dt.2
Theaterplatz 11
37073 Göttingen
Weitere Termine
Weiterer Termin
Freitag, 16. Januar, 20:00 Uhr
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Freitag, 6. Februar, 20:00 Uhr
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Samstag, 21. Februar, 20:00 Uhr
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