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Lena Gorelik | © Thomas Dashuber
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Netzwerk der Literaturhäuser

Preis der Literaturhäuser 2026 geht an Lena Gorelik

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Auszeichnung für Engagement in Literaturvermittlung und öffentlichem Dialog
von Jens Wortmann, erschienen am 10. Februar 2026

Das Netzwerk der Literaturhäuser zeichnet 2026 die Autorin und Essayistin Lena Gorelik mit dem Preis der Literaturhäuser aus. Gewürdigt wird ihr langjähriges Engagement für Literaturvermittlung und gesellschaftlichen Austausch – auf der Bühne wie im öffentlichen Diskurs.

Der Preis der Literaturhäuser 2026 wird an die Autorin und Essayistin Lena Gorelik verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt das Netzwerk der Literaturhäuser ihr kontinuierliches Engagement für Literaturvermittlung und für die besondere Rolle von Literaturveranstaltungen als Orte des Dialogs.

Lena Gorelik wurde mit ihrem Debütroman »Meine weißen Nächte« (2004) einem breiten Publikum bekannt. Es folgten unter anderem der Roman »Hochzeit in Jerusalem«, der 2007 für den Deutschen Buchpreis nominiert war, sowie »Wer wir sind« (2021). Im Frühjahr 2026 erscheint mit »Alle meine Mütter« ein weiterer Roman. Ihre literarischen Arbeiten erscheinen im Rowohlt Verlag. Darüber hinaus veröffentlicht Gorelik regelmäßig Essays und Reportagen, unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und in Die Zeit.

Neben ihrem schriftstellerischen Werk ist Lena Gorelik in vielfältiger Weise im Literatur- und Veranstaltungsbetrieb aktiv. Als Mit-Herausgeberin des Bandes »Trotzdem sprechen« beteiligte sie sich nach dem 7. Oktober 2023 an öffentlichen Diskussionen über Sprache, Verantwortung und Dialogfähigkeit. Auch mit literarischen Bühnenformaten, darunter eine gemeinsam mit Carolin Emcke gestaltete Lese-Performance zu József Debreczenis »Kaltes Krematorium«, setzt sie sich mit historischen und gegenwärtigen Fragen auseinander.

Geboren 1981 in St. Petersburg, kam Lena Gorelik 1992 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München sowie den Elitestudiengang Osteuropastudien. Für ihr Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 2024 mit dem Heinrich-Mann-Preis für Essayistik. Zudem ist sie als Dozentin für Kreatives Schreiben tätig und war unter anderem Kuratorin des Literaturfestivals Stuttgart.

Die Preisverleihung findet am 19. März 2026 im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt. Im Zuge der Auszeichnung ist Lena Gorelik auf einer Lesereise durch mehrere Literaturhäuser zu Gast, darunter am 6. Mai 2026 im Literarischen Zentrum Göttingen.

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