Öffentliche Führung »Wohnungslose im Nationalsozialismus«
Historische Sonderausstellung zur Verfolgung wohnungsloser Menschen

Mit der Ausstellung »Wohnungslose im Nationalsozialismus« rückt eine Opfergruppe in den Mittelpunkt, deren Verfolgung lange kaum öffentlich thematisiert wurde. Ausgangspunkt ist unter anderem eine großangelegte Razzia gegen wohnungslose Menschen im September 1933, die den Beginn einer reichsweiten Repressionspolitik markierte. Die Ausstellung zeichnet nach, wie Menschen als »Bettler«, »Landstreicher« oder »Nichtsesshafte« kriminalisiert, entrechtet und in Arbeits- sowie Konzentrationslager deportiert wurden.
Anhand historischer Dokumente, Fallbeispiele und thematischer Schwerpunkte wie Zwangssterilisation, Arbeitshäuser, rassenhygienische Ideologien oder die »Aktion Arbeitsscheu Reich« wird die Rolle staatlicher und fürsorgerischer Institutionen kritisch beleuchtet. Zugleich schlägt die Ausstellung eine Brücke in die Gegenwart und fragt nach gesellschaftlicher Verantwortung und Erinnerungskultur. Öffentliche Führungen vertiefen ausgewählte Aspekte und ordnen die historischen Zusammenhänge ein.
Öffnungszeiten der Ausstellung: montags bis freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr, donnerstags von 15.00 bis 18.00 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat von 14.00 bis 17.00 Uhr
Eintritt: Eintritt frei, Spenden erbeten.
Veranstalter:
Ort
Berufsbildende Schulen II
Godehardstraße 11
37081 Göttingen