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Ein Feuerzeug flammt auf, und das gleich mehrfach. Hinter einem Vorhang aus Perlenschnüren zeichnet sich für den Moment das Gesicht des Chronisten ab, bis sich der dunkle Bühnenraum im dt.2 schließlich erhellt. Mit den Worten „Ich erinnere mich“ nähert die Gestalt der Spielfläche. Sie spricht von Farben, Geräuschen und Satzfetzen, um dann auch früheren und spätere Momentaufnahmen einzublenden und die seltenen „Momente der Zärtlichkeit“ wie sie der französische Schriftsteller Édouard Louis in den beiden Romanen über seine Eltern nachzeichnete.
Weiterlesen: Mögliche Lesarten der Lebens- und Familiengeschichte
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Bereits das Plakat, mit dem für das neue Stück geworben wird, erweckt erste Gefühle von Düsterkeit und Bedrängnis. Endgültig kommen sie auf, als am vergangenen Mittwoch auf der Bühne des ThOP »Horror Stories« Premiere feiert. In acht aneinandergereihten, voneinander unabhängigen Kurzgeschichten taucht das Publikum ein in die Köpfe von gequälten Geistern und irren Persönlichkeiten. Es wird mitgenommen an dunkle Orte voller Dämonen oder verzauberte Labyrinthe aus Rosmarin.
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Seinen »Brief an den Vater« hat Franz Kafka nie abgeschickt. Ungelesen blieben die Zweifel, die Vorwürfe und die Verständigungsversuche, mit denen der junge Schriftsteller 1919 gerungen hatte. 1952 wurde die schmerzhafte Bilanz eines Vater-Sohn-Konfliktes posthum veröffentlicht, die seitdem die Kafka-Forschung beschäftigt und auch als dramatische Studie hellhörig macht. Fabio Rocchio hat Kafkas »Brief an den Vater« für sein NichtnurTheater erkundet und ein Schauspiel für drei Stimmen inszeniert, die nach einer Annäherung suchen.
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Am 1. April wurde in der St. Albanikirche in Göttingen vom Chor der Georg-Friedrich-Einicke-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit dem Barockorchester und den Solisten Marja Weyrauch, Gundula von Arnim, Ferdinand Junghändel und Jürgen Orelly unter der Leitung von Andreas Jedamzik die Matthäuspassion von Johann Cyriakus Kieling aufgeführt. Damit wurde nach 300 Jahren ein musikalischer Schatz gehoben, die Musik wurde erstmals wieder aufgeführt.
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Am 30. und 31. März gab das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) zwei lebhafte Konzerte unter der Leitung von Wolfgang Emanuel Schmidt – sowohl vom Dirigentenpult als auch vom Sitzplatz des Solisten aus. Auf dem Programm standen eine Bearbeitung einiger ausgewählter Stücke aus dem „Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach“ von Elena Kats-Chernin für Orchester, das Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 in C-Dur von Joseph Haydn, die Gymnopédies Nr. 1 und Nr. 3 von Erik Satie, orchestriert von Claude Debussy und Georges Bizets Symphonie in C-Dur.




