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Heute empfohlen


18:00 · Weißer Saal im Künstlerhaus
Ille Oelhaf »Dunkles Licht« – Vernissage
Eröffnung der Fotoausstellung mit Begrüßung und Einführung

Termine heute
Donnerstag, 19. Februar 2026

aktuelle Ausstellungen

8. November bis zum 2. Januar 2026 GDA Wohnstift Göttingen

Ausstellung »Flora'n Art«

Acrylbilder, Kollagen und Fotografien

täglich von 8 bis 20 Uhr

Dauerausstellung Museum Friedland

Fluchtpunkt Friedland

Ein Parcour in die Geschichte des Grenzdurchgangslagers von 1945 bis heute.

geöffnet Mi - So 10-18 Uhr

17. Februar bis 8. März 2026 Städtisches Museum

Krönung im Fokus

Partizipative Sonderausstellung mit Arbeiten von Schüler:innen

Di-Fr 10-17 Uhr
Sa&So 11-17 Uhr
1. Do im Monat bis 19 Uhr

1. Dezember 2025 bis zum 13. April 2026 Stadtbibliothek Göttingen

Kultur im Flur: »Licht«

Gemeinschaftsausstellung des Farbenkreis Göttingen mit semi-abstrakten und abstrakten Arbeiten

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr 11-18 Uhr
Sa 11-16 Uhr

18. Januar bis 22 Februar 2026 Oberer Saal im Künstlerhaus

Liu Guangyun »Original color«

Ausstellung zeitgenössischer Malerei

Di-Fr 16-18 Uhr
Sa/So 11-16 Uhr

Dauerausstellung Städtisches Museum

Stadt. Macht. Glaube.

Göttingen im 16. Jahrhundert

geöffnet Di–Fr 10–17 Uhr, Sa+So 11–17 Uhr, am ersten Do 10–19 Uhr

bis zum 23. Dezember 2026 Geowissenschaftliches Museum

»Drei Millionen Jahre vor unserer Zeit«

Die voreiszeitliche Artenvielfalt des Pliozäns von Willershausen

Montag bis Freitag 9-17 Uhr
Sonnteg 11 bis 16 Uhr
(außer von Heiligabend bis Neujahr und an Feiertagen)

bis auf Weiteres Klinikum, Durchgängen zu den Bettenhäusern 1 und 2 auf Ebene 0

»Momente der Menschenwürde«

Fotos des Fotografen Thomas Bitterberg-Formanek

Das Klinikum ist täglich geöffnet

Natalie O'Hara in »Alice – Spiel um dein Leben« | Bildquelle: https://alice-spielumdeinleben.de/galerie/
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Deutsches Theater

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Natalie O’Hara in »Alice – Spiel um dein Leben«
von Jens Wortmann, erschienen am 21. April 2024

Nach der Uraufführung im Oktober 2022 steht das Stück noch heute auf dem Spielplan in den Hamburger Kammerspielen, nun hat Natalie O’Hara mit der Produktion ihre Geburtsstadt besucht. Schon Wochen vor der Vorstellung war das Deutsche Theater ausverkauft. Im Publikum saßen zahlreiche Freundinnen und Freunde der Familie, Weggefährtinnen und -gefährten O’Haras und auch Weichensteller: so waren zu Gast Diakon Wolfgang Ziehe, in dessen Jugendtheatergruppe die 16jährige Natalie erstmals Bühnenluft geschnuppert hatte. Und auch Christiane Breuer, bei der sie von ihrem siebten Lebensjahr an bis zum Abitur Klavierunterricht hatte. „Es war immer ein Traum von Natalie, einmal eine Pianistin auf der Bühne zu spielen“, erzählte Ehepaar Breuer am Rande der Vorstellung.

Auf der Bühne stehen nur wenige Requisiten. Im Mittelpunkt steht der große Bechstein-Flügel, an dem O’Hara immer wieder Platz nimmt. Es erklingen im Laufe des Abends Werke von Ludwig van Beethoven (»Appassionata«), Chopin (cis-Moll Walzer), Gershwin (»I got rhythm«), Bach (aus dem »Wohltemperierten Klavier«), Schubert (Sonate B-Dur) oder Debussy (»Clair de Lune«). Das sind wahrlich keine Stücke für Anfänger – Natalie O’Hara beherrscht nicht nur technisch bravourös das anspruchsvolle Programm, sondern sorgt in ihrer Interpretation für so manchen Gänsehautmoment.

In ihren Recherchen zum Stück habe sie auch mit einer späteren Schülerin von Alice Herz-Sommer gesprochen und erfahren, wie ihre Lehrerin die Chopin-Ballade interpretierte, verriet O‘Hara in einem Gespräch mit Michael Schäfer, das im Göttinger Tageblatt erschienen ist.

Das Klavierspiel der Schauspielerin war auch deshalb bemerkenswert, weil es sich bei »Alice Spiel um dein Leben« um ein Ein-Personen-Stück handelt. Natalie O’Hara stand also zwei Stunden allein auf der Bühne, wechselte in rasantem Tempo die Rollen aus dem Umfeld von Alice wie ihren Sohn, ihre kranke Mutter, ihre Schwester, ihren Mann, Kommandanten und zahlreiche andere Figuren – und musste dann die innere Ruhe für ausdrucksvolles Klavierspielen haben.

Die beschriebenen und gespielten Szenen waren immer sehr kurz, die Schauspielerin musste innerhalb von wenigen Sekunden deutlich machen, welche Rolle sie gerade einnahm. Das machte Natalie O’Hara bravourös, war aber auch für das Publikum eine Herausforderung. Das Stück ist nicht nur facettenreich, sondern auch ein wenig atemlos. Auch fehlen im Text die Momente der Reflexion. Gerade das wäre sehr hilfreich gewesen, um sich der Person, um die sich alles im Stück dreht – Alice Herz-Sommer – zu nähern. Der im Programmzettel beschriebene „Optimismus und ihre Menschenliebe, die sie sich trotz ihres schweren Schicksals bewahrte, bewegt und inspiriert nachhaltig,“ lässt sich nur erahnen. Erst ganz am Ende werden Gespräche mit der hoch betagten Alice Herz-Sommer auf die Leinwand projiziert, die diese bemerkenswerte Person direkt nahebringen und somit einen Einblick in die Persönlichkeit geben.

Letztlich sind es die Klavierstücke, die im Stück für gewisse Ruhemomente und ein Innehalten sorgen. „Ihr müsst nicht mir danken, sondern Chopin“, spricht Natalie O’Hara alias Alice Herz-Sommer.

Das Göttinger Publikum dankte vor allem Natalie O’Hara enthusiastisch, schon kurz nach Beginn des frenetischen Beifalls im Stehen.

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