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Kaiserring

Goslarer Kaiserring geht an Künstlerin Katharina Fritsch

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Verleihung am 11. Oktober
von Jens Wortmann, erschienen am 10. Oktober 2025
Goslar (epd). Die 1956 in Essen geborene bildende Künstlerin Katharina Fritsch erhält am Sonnabend den Goslarer Kaiserring des Jahres 2025. Bei der Zeremonie in der Goslarer Kaiserpfalz feiert Goslar zugleich das 50-jährige Jubiläum des Preises, wie die Stadt mitteilte. Die Laudatio hält die Vorsitzende der Preisjury, Marion Ackermann, die seit Juni Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ist. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) wird ein Grußwort sprechen. Katharina Fritsch ist eine bildende Künstlerin, die seit den 1980er-Jahren mit ihren Plastiken internationale Anerkennung erlangte.

Der Kaiserring ist ein in Gold gefasster Aquamarin, in den das Siegel Kaiser Heinrichs IV. eingraviert ist. Er wird jedes Jahr für jeden Ausgezeichneten neu von dem Worpsweder Goldschmied Hadfried Rinke angefertigt und gilt als einer der weltweit renommiertesten Preise für moderne Kunst.

„Für das Jahr 2025 fiel die Wahl auf eine Künstlerin, die in Deutschland wohlbekannt ist, die jedoch - fast unbegreiflicherweise - bisher nicht im Verzeichnis der Kaiserringträgerinnen und -träger vertreten war“, erklärte die Jury. Bereits in den 1980er-Jahren habe das Werk dieser Künstlerin eindrucksvoll auf sich aufmerksam gemacht. Es wirke bis heute „frisch und relevant“ und werde zunehmend international ausgestellt, insbesondere in den Vereinigten Staaten.

Katharina Fritsch schloss 1987 ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf ab. Bereits als Studentin hatte sie in Köln ausgestellt. Als das Museum für Moderne Kunst in Frankfurt/Main 1989 ihr Hauptwerk „Tischgesellschaft“ erwarb, wurde sie laut Jury „schnell zur Repräsentantin einer neuen Bildhauergeneration“. Die Jury betonte: „Der Charakter ihrer Arbeiten - die gewählte Größe, die scheinbare Einfachheit und malerische Qualität - verleiht ihnen eine starke Aura, die zugleich direkt und dennoch komplex ist.“

Der Kaiserring wird seit 1975 verliehen. Erste Preisträger waren Henry Moore, Max Ernst und Alexander Calder. Ihnen folgten Pioniere der Gegenwartskunst wie Joseph Beuys, Gerhard Richter oder Christo. Weitere Preisträger waren Andreas Gursky, Bridget Riley, David Lynch, Olafur Eliasson und Barbara Kruger. Vor Katharina Fritsch erhielten Adrian Piper, Sir Isaac Julien, Vadim Zakharov, Yuri Albert und zuletzt Miriam Cahn den Preis.

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