Der Kunstverein Göttingen steuert mit zwei sehr unterschiedlichen Ausstellungen auf das Ende seines Sommerprogramms zu. Während im Künstlerhaus an der Gotmarstraße sinnlich-surrealistische Räume entstehen, widmet sich das Alte Rathaus drängenden Fragen zu Umwelt und Gemeinwohl.
Im Künstlerhaus präsentieren Melodié Mousset und das Duo Ittah Yoda die Schau „Flanieren im Symbiozän“. Skulpturen, Malerei und eigens komponierte Düfte eröffnen ein intensives Raumerlebnis, das durch Virtual-Reality-Installationen in digitale Sphären überführt wird. Zu erleben ist die Ausstellung noch bis zum 7. September; am Vortag bietet der „Lange Nachmittag der Kunst“ Gelegenheit zu einer kuratorischen Führung mit Gespräch. Zusätzlich lädt der Kunstverein am 24. und 31. August zu Sonntagsführungen ein.
Einen ganz anderen Akzent setzt die Gruppenausstellung „Aktive Terrain – Collapse is not a Destination, it’s a Process“im Alten Rathaus. 13 künstlerische Positionen untersuchen hier seit dem Sommer den Umgang mit Raum, Umwelt und gesellschaftlichen Prozessen. Die Laufzeit wurde bis zum 21. September verlängert. Am Schlusstag wird eine Führung mit anschließendem Podiumsgespräch angeboten, an dem auch Sven Hartberger teilnehmen wird. Thema ist die Gemeinwohl-Ökonomie – weitere Details folgen in Kürze.
Mit dieser programmatischen Doppelschiene zeigt der Kunstverein einmal mehr seine Spannweite: zwischen poetisch-surrealem Eintauchen und politisch-gesellschaftlicher Reflexion.