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Händel-Festspiele 2026
»Flora incognita« Die verborgene Sprache der Blumen
Blütenstücke von Händel, Telemann und Oswald
Reformierte Kirche Göttingen +Hintergrund„Flora incognita“ macht die Blumenliebe der Barockzeit hörbar: Das Yara-Ensemble verknüpft Werke von Telemann und Händel mit den Blumenstücken des Schotten James Oswald. Es entstehen musikalische Portraits von Rosen, Schneeglöckchen und Lilien, in denen Naturbeobachtung, Symbolik und Affektenlehre zusammenfinden – ein kammermusikalischer Streifzug durch die botanische Imaginationswelt des 18. Jahrhunderts.

· © Valentin Wohlfahrt
Zierde, Schönheit, Sinnenfreude: Musik und Blumen scheinen oftmals dieselbe Sprache zu sprechen. Der Komponist Georg Philipp Telemann verfügte neben immenser künstlerischer Schaffenskraft nachweislich auch über einen grünen Daumen und frönte seiner Blumenliebe in seinem Barockgarten in Hamburg: „Ich gestehe demnach meine Unersättlichkeit in Hyazinthen und Tulpen, meinen Geiz nach Ranunkeln und besonders Anemonen.“
In solche musikalisch-duftigen Gefilde begibt sich auch das 2025 mit dem Sonderpreis „Musik und Raum“ der „göttingen händel competition“ ausgezeichnete Yara-Ensemble. In dem Konzertprogramm Flora incognita trifft der Hobbygärtner Telemann auf Gleichgesinnte, wenn etwa sein Weggefährte Händel die flammende Rose als Wunderwerk Gottes preist oder der Schotte James Oswald Schneeglöckchen und Lilie kleine musikalische Denkmäler setzt. Zwischen Sonaten, Trios und Quartetten entspinnt sich ein Streifzug durch barocke Blumenstücke, in denen Naturbeobachtung und Affektenlehre eng ineinandergreifen.
Programm (Auswahl):
Georg Friedrich Händel: Sonate op. 2 Nr. 2 g-Moll (HWV 387) · Flammende Rose, Zierde der Erden A-Dur (HWV 210) · Sonate Nr. 2 D-Dur (HWV 397) · Süßer Blumen Ambraflocken g-Moll (HWV 204)
James Oswald: The Snow Drop g-Moll · The Lilly g-Moll
Georg Philipp Telemann: Trietto Nr. 3 d-Moll (TWV 42:d1) · Quartett g-Moll (TWV 43:g4)
Ausklang nach dem Konzert: Meet the Artists bei einem Glas Wein.
Da ist noch mehr.
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