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Händel-Festspiele 2026

Symposium »Theater der Masken«

Wissenschaftliches Symposium zu Maskerade und Identitätskonzepten in Händels Opern

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Literaturhaus Göttingen +Hintergrund

Das Symposium »Theater der Masken« widmet sich einem zentralen dramaturgischen und ästhetischen Prinzip in Händels Opern: der Maskierung. Wissenschaftler:innen aus Musikwissenschaft und Theaterforschung untersuchen Verkleidung, Täuschung und Identitätswechsel als Motor barocker Operndramaturgie.

Termin
Samstag, 16. Mai 2026
10:00 Uhr – 16:00 Uhr
Ort
Literaturhaus Göttingen

Theater und Oper leben vom Spiel mit Rollen, Verkleidung und Identität. In Händels Opern gewinnt dieses Spiel eine besondere Tiefe: Maskerade fungiert nicht nur als dramaturgisches Mittel, sondern auch als Medium gesellschaftlicher und ästhetischer Reflexion. Werke wie »Giulio Cesare«, »Ariodante«, »Alcina« und »Deidamia« verhandeln Fragen von Begehren, Macht, Geschlechterrollen und Verwandlung auf mehreren Ebenen zugleich.

Das Symposium »Theater der Masken« rückt diese Aspekte in den Mittelpunkt. Im Fokus stehen Verkleidung und Täuschung ebenso wie Cross-Dressing, Gender-Performanz, Stimme und Habitus. Die Beiträge untersuchen, wie Identitäten auf der Opernbühne hergestellt, infrage gestellt und transformiert werden und welche kulturellen Bedeutungen diesen Prozessen zukommen.

Zugleich werden Händels Opern in Beziehung zur Tradition der höfischen Maskerade sowie zur englischen Masque des frühen 18. Jahrhunderts gesetzt. Das Symposium versteht sich damit als Schnittstelle zwischen Operngeschichte, Theaterwissenschaft und kulturhistorischer Forschung. Die Vorträge werden im Rahmen der »Göttinger Händel-Beiträge« veröffentlicht.

Programm:

Einführung
10.00 Uhr | Prof. Dr. Panja Mücke, Mannheim

Geschlechterbilder und Identität(en) im Theater der Frühen Neuzeit und der Diskurs über gesellschaftliche Rollenwechsel
10.15 Uhr | N.N.

Verkleidung – Orte und Funktionen: Giulio Cesare und Ariodante
11.00 Uhr | Dr. Konstantin Hirschmann, Wien

Alcina und Morgana – Verführung und Verwandlung im Vergleich
12.15 Uhr | PD Dr. Margret Scharrer, Heidelberg

Maskerade, Begehren, Doppel-Identität in Deidamia
13.00 Uhr | Dr. Anna Ricke, Detmold/Paderborn

Schlusswort
13.45 Uhr | Prof. Dr. Stefanie Acquavella-Rauch, Mainz

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