+Hintergrund
Nikolai Gogol »Der Revisor« Premiere
Satirische Komödie über Macht, Angst und Selbstbetrug
+HintergrundGogols Komödie entlarvt mit scharfem Witz ein System aus Korruption, Angst und Selbsttäuschung, das sich selbst im Kreis dreht.
19:45 Uhr – 21:30 Uhr
Mit »Der Revisor« bringt das Deutsche Theater Göttingen einen Klassiker der politischen Satire auf die Bühne. Nikolai Gogols 1836 uraufgeführte Komödie gilt bis heute als präzise Analyse von Machtmissbrauch, Korruption und kollektiver Verdrängung. Statt einzelne Figuren bloßzustellen, richtet der Text den Blick auf ein ganzes System, das aus Angst vor Kontrolle und aus Opportunismus funktioniert.
Ausgangspunkt ist das Gerücht über die Ankunft eines staatlichen Revisors. In der Provinzstadt setzt sofort hektische Betriebsamkeit ein: Zustände werden geschönt, Missstände kaschiert und Verantwortlichkeiten verschoben. Gogol entwickelt daraus eine Groteske, in der sich die Figuren selbst überführen. Die vermeintliche Ordnung entpuppt sich als Fassade, hinter der Gier, Feigheit und Selbstbetrug regieren.
Regisseurin Ulrike Arnold liest den Text als zeitloses Machtspiel und konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Tempo, Überzeichnung und präziser Figurenführung. Die Komödie entfaltet ihren Witz aus der Zuspitzung alltäglicher Verwaltungslogik und aus dem unaufhaltsamen Kontrollverlust der Handelnden. Bühne von Lara Roßwag unterstützt diese Lesart mit einem klaren, funktionalen Raum, in dem sich Hierarchien und Abhängigkeiten sichtbar organisieren.
»Der Revisor« zeigt, wie leicht sich Autorität simulieren lässt – und wie bereitwillig eine Gemeinschaft daran mitwirkt, sich selbst zu täuschen. Die Komödie behält ihren satirischen Biss gerade dort, wo sie nah an gegenwärtige Erfahrungen von Bürokratie, Macht und öffentlicher Inszenierung rückt.
KÜNSTLERISCHES TEAM
Regie: Ulrike Arnold
Bühne: Lara Roßwag
BESETZUNG
Rebecca Klingenberg
Gabriel von Berlepsch
Tara Helena Weiß
Florian Eppinger
Nikolaus Kühn
Gaby Dey
Judith Strößenreuter
Marco Matthes
Da ist noch mehr.
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Donnerstag, 18. Juni, 19:45 UhrDeutsches Theater - dt.1
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