Gastspiel
Ein Körper, der ins Leer starrt
Zeitgenössisches Tanztheater-Solo über Einsamkeit, Wahrnehmung und Präsenz

In dem zeitgenössischen Tanzsolo »Ein Körper, der ins Leere starrt« setzt sich Noé Valdes Vega mit dem Motiv der Einsamkeit auseinander. Ausgangspunkt ist Octavio Paz’ Essay »Das Labyrinth der Einsamkeit«, der hier in eine körperliche, offene Erzählung übersetzt wird. Im Zentrum stehen Fragen nach Identität, dem Blick der anderen und dem Verhältnis von Individuum und Raum.
Die choreografische Arbeit ist geprägt von Valdes Vegas Erfahrungen in Community-Theatre-Projekten, in denen Körperarbeit als fortlaufender Prozess der Bedeutungsbildung verstanden wird. Zeit, Blick und Raum bilden die drei zentralen Handlungselemente des Solos. Aus ihrem Zusammenspiel entsteht eine fragmentarische Dramaturgie, die bewusst Leerstellen lässt und verschiedene Lesarten ermöglicht.
Textpassagen, überwiegend in englischer Sprache, ergänzen die körperliche Ebene und erweitern den choreografischen Raum um sprachliche Reflexionen. So entwickelt sich ein Stück, das weniger Antworten gibt als eine grundlegende Frage formuliert: Was bedeutet es, auf der Bühne zu sein – und präsent zu sein?
Eintritt: Solidaritätsbeitrag ca. 5 € oder 8 € · Kulturticket gültig (Restkarten an der Abendkasse).
Ort
Werkraum
Stresemannstr. 24c
37079 Göttingen