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Kulturkrafttage 2025

Blaue Stunde: Margarita Broich & Ensemble Quinton »Madame Bovary & Musik für Bläser-Quintett«

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PS.Halle, Einbeck +Hintergrund

Margarita Broich und die Musikerinnen des Ensemble Quinton treffen zu diesem Anlass erstmals zusammen, um Texte und Musik, eigens für die Blaue Stunde ausgesucht, miteinander zu verbinden.

BÜHNENGESPRÄCH MIT MARGARITA BROICH UND ENSEMBLE QUINTON. BEGINN: 16:00 UHR

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Gustave Flaubert schrieb schon seit seiner Jugend unermüdlich, zunächst im Stil der Romantik. Er stellte aber so hohe Ansprüche an sich selbst, dass er lange Jahre alle Manuskripte unpubliziert ließ. Sein erstes gedrucktes Werk wurde schließlich der 1851 begonnene Roman „Madame Bovary“, der 1856 im Feuilleton der Revue de Paris erschien. Der Roman trug ihm sogleich einen Prozess wegen Verstoßes gegen die guten Sitten ein, doch wurden Flaubert und der Herausgeber der Zeitschrift dank des klugen Plädoyers ihres Anwalts freigesprochen. Der Prozess wirkte sich letztlich sogar positiv aus, denn er verhalf der Buchversion, als sie 1857 erschien, zu einem Verkaufserfolg. Weniger erfolgreich, aber noch einflussreicher auf die Entwicklung des europäischen Romans war Flaubert mit „L’Éducation sentimentale“ (1869).

Die „Bovary“ und die „Éducation“ gelten als epochemachend für die Entwicklung des europäischen Romans aufgrund der Idee Flauberts, seine Protagonisten nicht mehr als Ausnahmepersonen zu konzipieren oder zu dämonisieren, sondern als gänzlich unheroische Durchschnittscharaktere darzustellen. Er vermeidet melodramatische Züge; sein Realismus ist unparteiisch und stark versachlicht. Madame Bovary ist keine tragische Heldin; ihre Lage wird sachlich gekennzeichnet, beim Leser werden keine Leidenschaften ausgelöst. Ihr Leben fließt „zäh und träge“.

Quelle: Wikipedia

 

Margarita Broich studierte von 1977 bis 1980 Fotodesign in Dortmund und war anschließend als Theaterfotografin am Bochumer Schauspielhaus tätig. 1983 begann sie ein Schauspielstudium an der Hochschule der Künste in Berlin und erhielt nach ihrem Abschluss 1987 ein Engagement am Frankfurter Schauspielhaus. Im Laufe der Jahre stand sie an zahlreichen Theatern auf der Bühne, allein in Berlin unter anderem am Deutschen Theater, am Schillertheater, am Maxim-Gorki-Theater und an der Volksbühne. Dabei arbeitete sie mit Regisseuren wie Heiner Müller, George Tabori und Christoph Schlingensief zusammen. Von 1991 bis 2002 war Margarita Broich Mitglied des Berliner Ensembles.

Ihr Debüt als Filmschauspielerin gab sie bereits 1991 mit einer zentralen Rolle in Rudolf Thomes „Liebe auf den ersten Blick“. Neben ihrer umfangreichen Bühnenarbeit steht sie jedoch erst seit Anfang der 2000er-Jahre regelmäßig vor der Kamera. Im März 2022 war Margarita Broich in der Hauptrolle in Petra Seegers autobiografischem Drama “Vatersland” zu sehen. Zudem wirkte sie in Leander Haußmanns „Stasikomödie“ mit. Im Herbst 2022 erscheint der siebte Film der beliebten ARD-Reihe „Meine Mutter...“, in der Margarita Broich neben Kollegin Diana Amft die Hauptrolle spielt. In „Am Ende der Wahrheit“, welcher auf dem Filmfest München 2024 Premiere feierte, ist sie an der Seite von Maria Furtwängler in der Hauptrolle zu sehen. Im Herbst 2024 beendete sie nach zehn Jahren im Ermittler-Duo mit Wolfram Koch ihren Einsatz im Frankfurter ARD-Tatort.

Neben ihrer Schauspielarbeit betätigt Margarita Broich sich erfolgreich als Fotografin. So hatte sie beispielsweise 2011 eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin, bei der ihre Backstage-Porträts von Theaterkollegen zu sehen waren.

 

Das Ensemble Quinton hat seinen Ursprung im Bundesjugendorchester. Dort lernten sich die Musiker kennen und musizierten mehrere Jahre lang gemeinsam unter renommierten Dirigenten. Die Ensemblemitglieder verbindet eine große Leidenschaft für Kammermusik. Dies führte zu der Idee, sich 2020 zu einem Bläserquintett zusammenzuschließen. Das Ensemble erhält regelmäßigen Unterricht bei Prof. José Luis Estellès, Prof. Christian Wetzel und Prof. Tobias Pelkner. Wichtige Impulse gaben dem Quintett neben anderen Prof. Theo Plath und Prof. Norbert Kaiser. 2021 wurde das Ensemble Quinton von der Mozart-Gesellschaft-Dortmund gefördert, im Jahr 2022 zudem von den Klaus-Geske-Stiftungen Erftstadt. Es ist seit 2023 außerdem Stipendiaten-Ensemble der Villa Musica Rheinland-Pfalz und der Konzertförderung des Deutschen Musikwettbewerbs.

Das Ensemble Quinton ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, wie zum Beispiel des Bonner Rotary Musikpreises des Deutschen Musikwettbewerbs. Das junge Bläserquintett ist regelmäßig zu Gast auf Festivals wie den Gezeitenkonzerten oder den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker. Es tritt unter anderem gemeinsam mit Künstlern wie Matthias Kirschnereit auf und wirkt regelmäßig an verschiedenen Rundfunk-Produktionen mit. Die einzelnen Ensemblemitglieder sind Mitglieder in verschiedenen renommierten Orchestern in ganz Deutschland.

Alexandra Forstner - Flöte
Bastian Spier - Horn
Lisa Wegmann - Klarinette
Fabian Sahm - Oboe
Tobias Reikow - Fagott

 

 

Texte:
Gustave Flaubert: Madame Bovary (1856/1857)

Musik:
Jacques Ibert (1890-1962)
1. Allegro
2. Andante
3. Assai lent - Allegro scherzando

Jean Françaix (1912-1997)
1. Andante Tranquillo -Allegro Assai
2. Presto
3. Tema con variazioni
4. Tempo di marcia francese

Astor Piazzolla (1921-1992)
Tango Ballet

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