Musik im Parthenonsaal
Saitenwechsel »Air de Cour«
Französische Kunstlieder des 16. und 17. Jahrhunderts

Andreas Düker - Erzlaute & Barockgitarre
Das Air de Cour war in der Spätrenaissance und im Frühbarock von etwa 1570 bis etwa 1650 eine beliebte Form weltlicher Vokalmusik in Frankreich . Von etwa 1610 bis 1635, während der Herrschaft Ludwigs XIII., war es die vorherrschende Form weltlicher Vokalkomposition in Frankreich, insbesondere am königlichen Hof.
Sein Name leitet sich vom französischen beziehungsweise englischen Begriff Air für Lied und vom französischen Begriff Cour für Hof ab. Die Airs de Cour wurden vorwiegend mit Laute begleitet, seltener auch mit Barockgitarre.
In der Umbruchszeit zwischen Spätrenaissance und frühem Barock werden die oft komplizierten mehrstimmigen Gesänge durch einfachere Liedformen verdrängt. Liebesleid und Liebesfreud sind das zentrale Thema der neuen Dichtkunst und finden jeden nur denkbaren Ausdruck in diesen Liedern. Im Laufe der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts finden die Airs de Cour auch in den benachbarten Ländern, wie England, Deutschland und den Niederlanden Verbreitung.
Eintritt: Tickets für 16.50 € im Vorverkauf
Ort
Archäologisches Institut, Gipsabdrucksammlung
Nikolausberger Weg 15
Göttingen