Gemälde- und Skultpurensammlung im Auditorium+Hintergrund
Der Bestand der Kunstsammlung umfasst etwa 300 Gemälde, 2.500 Zeichnungen, 15.000 Blatt Druckgrafik und um die 100 Skulpturen. Hinzu kommen rund 100 Werke von Videokünstlern aus aller Welt sowie mehr als 10.000 Fotografien. Zu den größten Schätzen der Sammlung gehören Arbeiten von Dürer, Botticelli, Rembrandt und Goya, sowie solche der Moderne wie von Nolde, Beckmann und Modersohn-Becker.
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Die Geschichte der Kunstsammlung der Universität Göttingen reicht bis in die Gründungsjahre der Georgia Augusta zurück. Die Sammlung gehört somit zu den ältesten kulturellen Einrichtungen in Göttingen.
Ihr Grundbestand ging aus zwei bedeutenden Stiftungen hervor: 1736 entschloss sich der Frankfurter Patrizier Johann Friedrich Armand von Uffenbach (1687-1769), seinen umfangreichen Besitz an Druckgrafiken und Zeichnungen der Universität nach seinem Tod zu überlassen. Die zweite prägende Stiftung bestand aus rund 300 Gemälden und ist Johann Wilhelm Zschorn (1714-1795) zu verdanken. So entstand gegen Ende des 18. Jahrhunderts die älteste universitäre Kunstsammlung Deutschlands.
Als erster Kurator der Kunstsammlung und erster Kunsthistoriker an der Universität verstand Johann Dominik Fiorillo (1748-1821) den Kunstbesitz als Anschauungsmaterial im kunstgeschichtlichen Unterricht. Im Laufe der Jahre wurde die Sammlung durch weitere kleinere Stiftungen sowie durch vereinzelte Dauerleihgaben und Ankäufe bereichert, auch Skulpturen und Werke internationaler Videokünstler sowie Fotografien erweiterten das Repertoire. Dank großzügiger Unterstützung durch den Universitätsbund Göttingen, die Klosterkammer Hannover und weitere Spender und Sponsoren kann die Sammlung auch heute noch erweitert werden. Insbesondere durch den wertvollen Bestand an originalen Zeichnungen ist die Kunstsammlung in der Fachwelt hoch angesehen und Gesuche um Leihgaben erreichen sie aus dem In- und Ausland.
Nach wechselnden Standorten befindet sich die Sammlung seit 1987 im Auditorium - ein idealer Ort, um neben der Dauerpräsentation auch Sonderausstellungen zu veranstalten. Ein wesentlicher Aspekt ist die Einbeziehung aller Sammlungsbereiche in die Lehre. Die Studierenden der Kunstgeschichte haben dort die Möglichkeit, direkt am Objekt zu arbeiten und selbst konzipierte Ausstellungen zu realisieren.
Um die Sammlung auch künftig bewahren und erweitern zu können, hofft die Universität weiterhin auf die Unterstützung zahlreicher Kunstinteressierter.
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