Wenn Buchhandlungen aussortiert werden
Der Göttinger Buchladen Rote Straße wurde aus der Kandidatenliste des Deutschen Buchhandlungspreises entfernt. Drei betroffene Buchhandlungen kündigen nun juristische Schritte gegen den Bund an.
Neben den Gemälden beispielsweise solcher Berühmtheiten wie Lippo Vanni, Francesco Botticini, David Terniers d.Ä., Jan Steen, Jan van Goyen Jan Victors, Salomon van Ruysdael und Joos de Momper besitzt die Göttinger Universität aber auch Werke der Moderne, wie von Paula Modersohn-Becker ( und Max Pechstein.

Jan Steen: Antonius und Kleopatra (1667)
Die Anfänge der Gemäldesammlung der Universität Göttingen sind bis in das Jahr 1795 zurückzuverfolgen. Johann Wilhelm Zschorn (1714-1795), Sekretär am Oberappellationsgericht zu Celle, hinterließ der Georgia Augusta testamentarisch mehr als 270 Gemälde, die 1796 auf drei Pferdewagen nach Göttingen kamen. Diese Stiftung war an die Bedingung geknüpft, sorgsam aufbewahrt, öffentlich ausgestellt sowie in den Dienst der akademischen Ausbildung gestellt zu werden - ohne dass es damals das Fach Kunstgeschichte bereits gegeben hätte. Die Gemäldesammlung war bestimmt "für die Bildung des Geschmacks, die Angewöhnung des Auges und des Sinnes für das Gute und Schöne (...). Unser Zeit-Alter verlangt neben dem Brot-Studium auch einige Kultur" (Göttingische Anzeigen 1796).
Johann Dominik Fiorillo (1748-1821), erster Kurator der Sammlung, veröffentlichte bereits 1805 einen gedruckten Katalog. Die erste wissenschaftliche Erfassung erschien schließlich im Jahre 1926 von Wolfgang Stechow (1896-1974). Durch die Stiftungen der Professoren Julius Baum (1882), Karl Ewald Hasse (1902) sowie Wilhelm Dilthey (1907) erweiterte sich der Bestand beträchtlich, vor allem im Bereich der italienischen Malerei.
Neben den Gemälden beispielsweise solcher Berühmtheiten wie Lippo Vanni (um 1315-nach 1375), Francesco Botticini (um 1446-1497), David Terniers d.Ä. (1582-1649), Jan Steen (um 1626-1679), Jan van Goyen (1596-1656), Jan Victors (1619-1679), Salomon van Ruysdael (1602-1670) und Joos de Momper (1564-1635) besitzt die Göttinger Universität aber auch Werke der Moderne, wie von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) und Max Pechstein (1881-1955). Nach mehrfachen Standortwechseln - von der Wohnung des ersten Kurators über das Akademische Museum ins Accouchierhaus und zum Theaterplatz - ist die Gemäldegalerie schließlich seit 1987 im Alten Auditorium untergebracht und dort seit 2011 nach grundlegenden Sanierungsarbeiten in modernisierten Ausstellungsräumen auch für die Öffentlichkeit zugänglich.
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