Corvinuskirche

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In ihrem Sommerkonzert hat die Corvinuskantorei ein selten zu hörendes Stück erklingen lassen: die „Freischützmesse“ von Carl Maria von Weber. Die „Missa sancta Nr. 1 in Es-Dur“ ist im Jahr 1818 zum 50. Hochzeitstag von König Friedrich August I. von Sachsen entstanden. Die Messe folgt der strengen katholischen Messordnung. Später fügte Weber ein Offertorium ein. Auf diesen Teil verzichtete Dirigent Frank Bodemeyer allerdings – so ergab sich ein geschlossenes musikalisches Gesamtbild.

Dieses Bild zeichneten vor allem die Musikerinnen und Musiker: das „Neue Göttinger Collegium“ unter der Konzertmeisterin Melanie Büttner, die Gesangssolisten Patricia Grasse, Sabine Birkenfeld, Stefan Sauer und Arne zur Nieden – und natürlich die Corvinuskantorei. Gemeinsam machten sie dieses unbekannte Werk zu einer Entdeckung.

Eingeleitet hat den Abend Patricia Grasse mit dem „Tu virginum Corona“ („Du Krone der Jungfrauen“) aus dem „Exsultate, jubilate“ von Wolfgang Amadeus Mozart. Mit ihrem glockenhellen Sopran verzückte sie die Besucher in der gut besuchten Corvinuskirche und setzte gleich zu Beginn ein Achtungszeichen.

Das konnte die Kantorei im „Ehre sei dir, Christe“ von Heinrich Schütz und auch beim anschließenden „Deus meus“ von Sergej Rachmaninow nicht ganz einlösen. Hier hätte ein wenig mehr Probenzeit sicher gutgetan, die Sängerinnen und Sänger hatten hörbar etwas Mühe mit den Werken.

Bei der Weber-Messe war das aber verflogen: mit Freude und Elan gestaltete die protestantische Kantorei der Corvinusgemeinde die katholische Messe des Freischütz-Komponisten. Ein paar Einflüsse der berühmten Oper waren in der Messe zu spüren, den Titel „Freischütz-Messe“ hat allerdings nicht Carl Maria von Weber festgelegt. Er wurde erst später hinzugefügt.

In ihr kamen auch die anderen Solisten Sabine Birkenfeld (Alt), Stefan Sauer (Tenor) und Arne zur Nieden (Bass) zum Einsatz. Sie machten ihre Sache sehr ordentlich und trugen mit ihrem harmonischen Klang zu einem gelungenen Abend bei.

 

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