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Händel-Festspiele

Wieder einmal hat sich Händel-Intendant Tobias Wolff öffentlich ins Bett gelegt – diesmal mit der Sängerin Anna Devin, die in der Oper „Arminio“ die Tusnelda singt.

Die Reihe „Im Bett mit…“ im Schaufenster von Betten Heller in der Weender Straße ist ein wunderbares Format. Hier kann geplaudert werden, Privates gebeichtet und Amüsantes berichtet werden. So durften wir die große Sockenauswahl von Tobias Wolff bewundern und von Anna Devin erfahren, dass sie gemeinsam mit ihrer 13monate alten Tochter in Göttingen ist. „Deshalb bin ich tatsächlich eine Frühaufsteherin“, beichtet die irische Sängerin auf die Nachfrage von Wolff. Und sie beginnt, das deutsche Frühstück zu lieben.

Vor der umjubelten Premiere von „Arminio“ lagen sechs anstrengende Wochen für die Sopranistin: zunächst hatte sie noch ein anderes Konzert und kam erst verspätet zu den Proben, dann litt sie unter einer Erkältung – das war kein Traumstart in die diesjährige Festspielsaison. Aber das großartige Ensemble machten die Probenzeit dann doch noch zu einem Erlebnis.

Nach der Premiere jedoch war sie erst einmal froh, dass die Mikrophone ausgeschaltet waren. Eine Liveübertragung im Radio ist zum üblichen Premierenfiber eine zusätzliche Anspannung, die dann abfiel.

Überhaupt ist die Arbeit als Sängerin durchaus anstrengend, verriet Anna Devin den Passanten und Gästen in der Göttinger Fußgängerzone. Eigentlich wollte sie Reiterin werden. „Ich war durchaus talentiert“, meinte sie. Aber ihr Vater meinte, das sei ein zu anstrengender Job für eine Frau. „Sängerin zu sein ist genauso anstrengend – nur dass die Arbeit drinnen erfolgt“, schmunzelte sie.

Anna Devin war bereits einmal zu Gast in Göttingen: im Jahr 2014 war sie in der Oper „Faramondo“ dabei. Zusammen mit Tobias Wolff hat sie vor allem die letzte Aufführung der Oper in Erinnerung: draußen herrschte ein solches Unwetter, dass noch während der Vorstellung Wasser in die Seitenbühne des Deutschen Theaters drang. Es waren unbeschreibliche Zustände. Die Vorstellung lag in den letzten Zügen und musste dann doch noch abgebrochen werden. Tobias Wolff erinnert sich: „Ich musste noch niemals zuvor das Publikum bitten, den Applaus zu beenden und das Theater zu verlassen. Die Situation war wirklich gefährlich.“

In diesem Jahr sind die Unwetter bislang gottlob an Göttingen vorbeigezogen. Die Sonne scheint – das leistet der guten Laune Vorschub. Gefragt, ob sie als Irin auch „Irish Dancing“ beherrschte, sprang Anna Devin aus dem Bett und übte gemeinsam mit dem Publikum spontan einige Tanzschritte ein.

Die nächsten Gäste im Bett bei Betten Heller sind Bojan Čičić, der Leiter und Violinist des European Union Baroque Orchestra am 16. Mai um 16 Uhr, am 17. Mai die Mezzosopranistin Diana Moore, die ihren Auftritt beim Galakonzert am 19. Mai haben wird und am 19. Mai um 14.30 Uhr den Leiter des NDR-Chores Philipp Ahmann.

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