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Händel-Festspiele

Im Rahmen der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen gastierte das Duo Giovanni Antonini und Ottavio Dantone in der Göttinger Universitätsaula. Der Flötist Antonini und der Cembalist Dantone hatten in erster Linie Blockflötenwerke im Gepäck – italienische vor der Pause, deutsche nach der Pause.

Das Flötenspiel von Giovanni Antonini ist ungemein lebhaft und intensiv: Antonini spielt mit dem ganzen Körper. Und genauso intensiv klingt auch seine Musik: intensiv und lebhaft. Das trifft vor allem auf die Werke der italienischen Komponisten Falconieri, Castello, Virgiliano, Mancini und Corelli zu. Die Musik pulsierte und machte das 17. und 18. Jahrhundert quicklebendig. Aufregend ist seine Spieltechnik. Der Flötist scheint mit der Zunge zu sprechen. In vielen Momenten der hoch virtuosen Verzierungen und Phrasierungen arbeitet Antonini mit einer differenzierten Artikulation mit der Zunge. Zudem wechselte der Musiker während des Konzertes immer wieder seine Instrumente und brachte somit immer wieder neue Klangwelten zu Gehör.

Am Cembalo sorgte Ottavio Dantone nicht nur für das richtige Fundament. In improvisierten Übergängen der einzelnen Stücke bewies er sein Talent für die richtigen Klangfarben. In zwei Sonaten für Cembalo von Domenico Scarlatti konnten die Zuhörer in der gut besuchten Aula diesen Eindruck bestätigt hören.

In den Variationen von Corellis „La Follia“ konnten beide Instrumente sich auszeichnen – und begeisterten damit das Auditorium.

Im zweiten Teil stand die a-Moll-Sonate von Händel auf dem Programm: natürlich war auch diese Musik perfekt vorgetragen – aber es fehlte die Lebendigkeit. So ging es auch in der abschließenden g-Moll-Sonate von Johann Sebastian Bach. Perfekt, aber ein wenig steril.

Der Begeisterung des Publikums tat das allerdings keinen Abbruch. Und so gab es wieder Italienisches als Zugabe: ein Satz aus einer Sonate von Nicola Fiorenza aus dem 18. Jahrhundert.

 

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