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Mit Unterstützung des Kulturbüro Göttingen ist ein Kantatenprojekt im Kirchenkreis Göttingen zum Reformationsjubiläum entstanden. Start mit "Wo Gott der Herr nicht bei uns hält" ist am 15. Januar im Universitätsgottesdienst mit dem Universitätschor, einen Sonntag später am 22. Januar folgt die Göttinger Stadtkantorei in der Johanniskirche mit "Ein feste Burg ist unser Gott". Insgesamt gibt es 10 Termine. Die Übersicht finden Sie hier im Kulturkalender des Kulturbüros, den Flyer erhalten Sie hier zum Download.

Superintendent Friedrich Selter hat zu dem Projekt folgenden Text geschrieben:

Auch in der Musik hat sich die Reformation verwirklicht. Martin Luther übersetzte nicht nur die Bibel ins Deutsche, sondern fasste auch für ihn zentrale theologische Gedanken in Lieder. Er dichtete mehr als 30 Choräle und komponierte teilweise auch die Melodien dazu.

200 Jahre später: Luthers Lieder sind Allgemeingut in der Evangelischen Kirche. Johann Sebastian Bach nimmt sie ebenso wie viele andere evangelische Lieder in seinen Kompositionen auf. Uns sind 11 Choralkantaten speziell über Lutherlieder überliefert. Choralkantaten heißen sie, weil Bach die einzelnen Strophen der Lieder in Chorsätzen, Arien und Rezitativen verarbeitet und sie musikalisch sowie hier und da auch mit Texteinschüben für seine Zeit interpretiert. (Lediglich einer der folgenden Kantaten liegt kein Lutherlied, sondern ein Psalm zugrunde.)

Wiederum 300 Jahre später: Johann Sebastian Bachs Musik gilt für viele als das Beste, was die Evangelische Kirche zu bieten hat. Jedoch, die barocken Sprachbilder vor 300 Jahren und die mittelalterlichen Denkvoraussetzungen vor 500 Jahren mit ihrem je eigenen Zeitund Menschenverständnis zu übersetzen in  unsere Weltgedanken und Lebensgefühle erscheint wahrlich als eine nicht einfach zu lösende Aufgabe. So wünsche ich diesem ambitionierten Vorhaben sowohl in Musik als auch im Wort begabte Interpreten.

Der Kirchenkreis unterstützt diese Reihe geistlicher Musik und fördert damit zugleich, dass hier eine Kooperation Göttinger Chöre und Kantoren auch über Konfessionsgrenzen hinaus entstanden ist – Grenzen, die beim Musizieren und bei der Verkündigung des Evangeliums keine Rolle mehr spielen. Lassen Sie sich dieses besondere Ereignis im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ nicht entgehen!
Superintendent F. Selter

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