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Schubert-Lieder mit Andreas Fischer und Stefan Kordes in der Jacobikirche

Zwölf Lieder, die sich mit Abend, Morgen, Mond oder Sternen beschäftigen, lassen sich gut in einer Uhr vom Abendrot zum Morgenlicht darstellen. Das taten auch Andreas Fischer (Tenor) und Stefan Kordes (Klavier) in der Orgelmusik am Freitag – diesmal wieder mit einem kammermusikalischen Programm ohne Orgel. Jeder Stunde von 20 Uhr bis 7 Uhr früh war eines der Lieder zugeordnet.

Leider ist die Jacobikirche nicht wirklich gut für solche Musik geeignet. „Den Text gibt es an der Abendkasse“ heißt es so schön. Und in der Tat, ohne den Liedtext in dem Programmzettel hätten die zahlreichen Besucher wenig Chance gehabt, den Liedern zu folgen.

Die beiden Künstler hatten ein wunderbares Programm zusammengestellt. Das zeigten schon die ersten Reaktionen im Publikum noch vor Konzertbeginn: „Guck einmal, er singt mein Lieblingslied“ – „Ja, meines auch – es ist aber ein anderes“ war da zu hören. Und dabei hatte sich Andreas Fischer das schönste Lied für die Zugabe aufgehoben: das Nachtlied „Du bist die Ruh“.

„Entrückend schön“ fällt einem dazu als erstes ein. Und das fasst den Charakter dieser Abendmusik am besten zusammen. Da sind ist nicht nur die romantische Musik von Franz Schubert, sondern auch die vorzügliche Umsetzung der Musik: mit federleichter Stimme und warmen Timbre trug Fischer Stücke wie das „Nachtstück“, „Die Sterne“ oder „Lachen und Weinen“ vor. In „Alinde“ oder „Der Zwerg“ zeigte Fischer seine Fähigkeit der Gestaltung und des Wechsels im Ausdruck. Die eher leisen Stücke „An den Schlaf“ oder „An die Laute“ wurden wunderbar sanft gesungen – und das ohne dass es vor Romantik triefte. Zum Gelingen des Abends trug auch Kantor Stefan Kordes bei: er war mehr als ein sorgfältiger und einfühlsamer Begleiter. Vielmehr gestalteten beide Musiker gemeinsam die Lieder – und so galt der anhaltende Applaus am Ende beiden Künstlern.

Die nächste Orgelmusik findet am kommenden Freitag, den 27. Mai um 18 Uhr statt. Martin-Aike Almstedt spielt dann an der Jacobi-Orgel eigene Kompositionen.

Anmerkung: In einer ersten Textversion wurde als Zugabe "Nun ist die Welt so trübe" genannt. Es erklang aber "Du bist die Ruh". Ich bitte, den Fehler zu entschuldigen.
22.5.2016 Jens Wortmann

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