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Elchpreis

Am letzten Sonntag wurden Pit Knorr und Wiglaf Droste von Petra Broistedt, Kultur und Sozialdezernentin der Stadt Göttingen, mit dem Elch-Preis 2018 ausgezeichnet.

Die Elch-Preis-Verleihung ist für Göttingen angesichts seiner Satire-Tradition ein wichtiges und feierliches Ereignis. Der Elch-Preis wurde erstmals 1997 von dem Journalisten, Kunsthistoriker und Ausstellungsmacher W.P. Fahrenberg ins Leben gerufen. Der Elch-Preis beinhaltet eine silberne Elch-Brosche, 3333 Euro in bar, eine Warnweste und ein Überlebenspaket für Elche. Er ist der einzige Satire-Preis deutschlandweit und ist auch ein Andenken an den Meister der Aphorismen, Georg Christoph Lichtenberg. Dem Zitat F.W. Bernsteins: „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“, widmet der Elch-Preis seinen Namen.

Diesen Sonntag überraschte das traditionelle Ereignis mit gleich zwei Elchen. Gerhard Glück, Elchpreisträger 2017, sprach ein Grußwort, in dem er die im Spannungsfeld zwischen Ideal und Realität liegenden Werke der zum Elch gekrönten Satire-Künstler lobte.

Pit Knorrs Talent drang mit dem politischen Studentenkabarett „das Bügelbrett“ Anfang der 60-er Jahre zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Bekannt ist er auch als Mitbegründer der „Neuen Frankfurter Schule“ sowie der Zeitschrift „Titanic“. Er arbeitete ebenfalls für die Zeitschrift „Pardon“ und ist Autor zahlreicher Texte von Otto Walkes.

Wiglaf Droste bereichert die Welt mit seiner in der Satire beheimateten Poesie in Form von Liedern und Gedichten. Grönemeyer, Berlusconi, Brüste und Kräutergarten kleidet er in Worte, die zum Schmunzeln bringen. Der Satiriker, Autor, Sänger und junge Welt Kolumnist, nahm seinen Preis mit dankbarer Bescheidenheit entgegen und bekundete sein Unverständnis darüber, „dass man mit sowas Geld verdient“.

Neben den beiden Preisträgern sowie Preisträgern der Vorjahre beehrten weitere prominente Gäste die Veranstaltung. Für musikalische Begleitung sorgte das Neue Frankfurter Schulorchester und Wiglaf Droste selbst. Die Laudatio auf Wiglaf Droste hielt der taz-Kolumnist, Fernsehproduzent und Podcaster Friedrich Küppersbusch. Hans Zippert, Mitglied der Elch-Jury, Autor, Welt-Kolumnist und ehemaliger Titanic-Chefredakteur lobte die Verdienste und Person von Pit Knorr.

Nach der Laudatio kamen die Gekrönten selbst zu Wort und trugen einige ihrer Arbeiten vor. Pit Knorr erzählte eine Geschichte mit fast ausschließlich Inselnamen und Wiglaf Droste las einige seiner Gedichte vor. „Der Morgen hat brochen“ ist seine eigene Interpretation und Übersetzung von Cat Stevens Song: „Morning Has Broken“ und war zusammen mit „Knocking on Heavens Door“ ein gelungenes Ende.

 

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