Willkommen im Kulturbüro Göttingen


Lieber Gast,
herzlich willkommen auf den Seiten des Kulturbüro Göttingen. Sie finden hier ein großes Angebot an Terminen, Spielplänen, Tipps und Rezensionen.
Um dieses Angebot frei verfügbar anbieten zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns, wenn Sie sich an der Finanzierung dieses Angebotes beteiligen würden. Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten – von der Einmalzahlung bis zur Jahresmitgliedschaft.

Junges Theater

Vor dem Ausblick kommt der Rückblick. Bevor Nico Dietrich den Spielplan des Jungen Theaters für die Saison 2018/19 vorstellt, blickt Geschäftsführer Tobias Sosinka zurück auf die jetzt zu Ende gehende Spielzeit. Und das tut er nicht ohne Stolz, denn erneut kann das Junge Theater positive Zahlen vermelden. Das ist für Göttinger, die das Schicksal dieses Hauses seit Jahren mitverfolgen, immer noch kaum fassbar: in den letzten vier Jahren haben sich die Zuschauerzahlen des Theaters im Otfried-Müller-Haus verdoppelt. Entsprechend haben sich auch die Umsatzerlöse verdoppelt, es konnte investiert werden: in Technik, in Infrastruktur, in Stellen und in eine bessere Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Und dennoch ist die nächste Spielzeit eine ganz besondere Herausforderung: mitten während der Spielzeit wird das Junge Theater in die ehemalige Voigtschule am Wall umziehen. „Das ist so, als würde man versuchen, während der Fahrt auf der Autobahn die Räder des Autos zu wechseln“, veranschaulicht Dietrich die Herausforderung. Als Termin steht zur Zeit der 1. April 2020 im Kalender. Aber genauso gut kann es auch etwas später sein. „Wir spielen ja überall gerne – aber wir wüssten es gerne rechtzeitig“, so Dietrich.

Bei der Planung des Spielplans wurde sowohl Rücksicht als auch Bezug auf den Umzug des Hauses genommen. Zunächst startet das Haus im September noch ganz normal in der Hospitalstraße. Die Premierenproduktion ist „Amerika“ von Franz Kafka, inszeniert von Christian von Tresko. „Der ist eigentlich eher in Häusern einer anderen Liga zu Gast“, beschreibt Dietrich den Regisseur dieser Premiere.

Um Inklusion geht es in „Mongos“ von Sergej Gößner: die beiden Protagonisten befinden sich im Krankenhaus. Der eine ist querschnittgelähmt, der andere hat MS. Zwei unterschiedliche Charaktere prallen aufeinander, werden beste Freunde und konfrontieren die Zuschauer mit dem Thema Behinderung.

Hans Falladas „Kleiner Mann – was nun?“ ist das Abiturthema im Jahr 2020. Hier hatte das Junge Theater schon in der Vergangenheit häufiger den richtigen Riecher. In der Theaterfassung, die im Oktober Premiere feiern wird, sind auch Romanbestandteile enthalten, die in der Urfassung noch verboten waren.

Die fünfte Musikshow des Hauses heißt „Personal Jesus“. Fred Kerkmann und Tobias Sosinka lassen sich und ihr Ensemble vom New Wave der 80er Jahre inspirieren und treiben. Premiere ist im Januar 2019.
Die dann folgenden Stücke sind schon für den Umzug geplant. In der Komödie „Wunderübung“ von Daniel Glattauer spielen nur drei Schauspieler. So kann die Produktion leichter in dem Ausweichquartier gespielt werden. Das Haus der ehemaligen Voigt-Realschule ist kleiner – und bietet auch weniger Plätze.

Der Titel „Vor dem Abriss“ verspricht schon Einiges: in dem Stück geht es um ein Theater vor dem Abriss. „Am liebsten würde ich das hier in der Baugrube aufführen“, verrät der Intendant Dietrich, „bevor wir dann für zwei Jahre im Ausweichquartier sind.“

Um eben dieses Haus mit der Baugrube geht es auch in der Uraufführung „Otfried“ von Steffi Hensel. Hier geht es um die Villa, die sich der Archäologe in Göttingen gebaut hat. Aufführungen sind passender Weise im Archäologischen Institut geplant.

Ein Stückauftrag ging einmal wieder an Peter Schanz. Nico Dietrich ist hoch erfreut über seine Arbeiten, die auch vom Publikum sehr gut angenommen werden. „Der größte Zwerg“ und „Göttingen 68ff“ waren durchaus Erfolge. In der nächsten Spielzeit geht es um die Professorentochter Therese Heine, Ehefrau des Forschungsreisenden Georg Forster. Eine spannende Sicht auf das Thema Kolonialisierung verspicht dies Produktion mit dem Titel „Aloha Therese!“
„Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni bildet im Mai 2019 den Abschluss des Premierenreigens.

Zwei Wechsel gibt es im Team zu vermelden: Peter Christoph Grünberg und Franziska Lather werden das Haus und Göttingen verlassen. Beide bleiben aber als Gast in einigen Produktionen dem Haus erhalten. „Das ist ein weicher Übergang“, bezeichnet Dietrich diese Form des Wechsels. Neu im Ensemble sind Andreas Krüger und Jacqueline Sophie Pawliczek.

„Und wenn wir wieder hier sind, habe ich große Lust, die „Orestie“ zu machen“, gibt Nico Dietrich preis. Es scheint, als möchte Dietrich noch ein wenig in dieser Stadt bleiben. Was für ein Glück!

Kommentare powered by CComment

passende Artikel

Jetzt schon Tickets sichern

NDR Soundcheck

Nikolausberger Musiktage

Tanz-Kultur-Woche

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.
Ok