Klosterkammer bewilligt 850.600 Euro, davon zwei aus Südniedersachsen

Acht Projekte, Schwerpunkt Bildung: Von inklusiver Medien- arbeit bis ökologischem Ackerbau für Schülerinnen und Schüler

Die Klosterkammer Hannover hat unter Beteiligung ihres Kuratoriums über ein kirchliches und sieben bildungsbezogene Projekte positiv entschieden. Die Antragsteller erhalten insgesamt 850.600 Euro aus Mitteln des Allgemeinen Hannoverschen Klosterfonds, der größten von der Klosterkammer verwalteten öffentlich-rechtlichen Stiftungen.

Das inklusive Filmprojekt „Gemeinsam. Anders. Für Inklusion – gegen Ausgrenzung“ des Vereins Blickwechsel aus Göttingen läuft seit vielen Jahren erfolgreich. Die Klosterkammer hat es als ein Leuchtturmprojekt seit 2008 mit entwickelt und gefördert. Mittelpunkt sind jährlich 30 Filmworkshops und ein niedersachsenweiter Kurzfilmwettbewerb, an dem pro Jahrgang rund 1.500 Jugendliche mit und ohne Handicap der Klassen 8 bis 10 teilnehmen. Auch unter den Workshop-Leitern sind Menschen mit Behinderung. Für die kommenden drei Jahre fördert die Klosterkammer das Projekt mit insgesamt 123.600 Euro.

Um ökologische Bildung geht es in dem Projekt „Ackern schafft Wissen in Südniedersachsen“. Das schulbegleitende Programm bietet praktische Arbeit auf dem Gemüseacker sowie 20 Bildungsmodule, in denen Wissen über nachhaltigen Gemüseanbau vermittelt wird. Neben Lehrern beraten und unterstützen auch Mentoren unterschiedlicher Altersgruppen die Kinder. Der Schulacker wird auch nach Projektende weiterhin von Schülerinnen und Schülern bearbeitet. Der Ackerdemia e.V. aus Potsdam wird das Konzept 2017 und 2018 an acht Schulen in den Landkreisen Northeim und Göttingen umsetzen. Dafür hat die Klosterkammer eine Förderung von 75.000 Euro zugesagt.

Die Wanderausstellung „Kinder im Konzentrationslager Bergen-Belsen“ zeigt Schicksale von jungen Inhaftierten und wendet sich speziell an ein junges Publikum. Ziel der Stiftung Niedersächsische Gedenkstätten in Celle ist es, die Geschichte von Kindern im KZ Bergen-Belsen aufzuarbeiten und altersgerecht zu präsentieren; unter rund 120.000 Inhaftierten befanden sich dort etwa 3.000 Kinder. Eine wichtige Quelle bieten rund 500 Stunden gefilmte Interviews mit 120 Kindern, die ihre Inhaftierung überlebten. Geplant sind darüber hinaus eine Internetseite mit Vermittlungsmaterial zum Herunterladen sowie eine Vortragsreihe. Die Ausstellung ist zunächst in Bergen-Belsen zu sehen und wird danach auch an anderen Standorten gezeigt. Die Klosterkammer unterstützt das Vorhaben mit 77.000 Euro.

Weitere geförderte Projekte:

Restaurierung der Gloger-Orgel; Antragsteller: Ev.-luth. St. Severi-Kirchengemeinde Otterndorf; Fördersumme: 100.000 Euro

Feriensprachcamps für Kinder und Jugendliche 2017; Antragsteller: Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung, Hannover; Fördersumme: 125.000 Euro

Nachwuchsprogramm im Rahmen des Musik 21 Festivals 2017: Ums Wort; Antragsteller: Niedersächsische Gesellschaft für Neue Musik e.V. Musik 21 Niedersachsen, Hannover; Fördersumme: 50.000 Euro

Hannovers Geschichte neu – Neugestaltung der ständigen Ausstellung im Historischen Museum Hannover; Antragsteller: Landeshauptstadt Hannover Museen für Kulturgeschichte; Fördersumme: 100.00 Euro

Pilotprojekt SingPause Hannover – Singen in Grundschulen; Antragsteller: SingPause Hannover e.V.i.G., Springe; Fördersumme: 200.00 Euro

Eine Liste aller bisher im Jahr 2016 geförderter Projekte ist im

Internet zu finden unter:

http://www.klosterkammer.de/foerderungen/gefoerderte-projekte/2016/

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