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Freitag, 16 März 2018 08:00

Händel-Festspiele

Händel-Talk bei Bremer

Vorfreude auf die Festspiele

geschrieben von
Tobias Wolff im Gespräch mit Jörg Straube Tobias Wolff im Gespräch mit Jörg Straube © Photo: Wortmann

Die Spannung steigt allmählich: nach dem Erscheinen des Festspiel-Magazins und dem Start des Vorverkaufs folgte nun die nächste „Eskalationsstufe“ der Vorfreude auf die diesjährigen Internationalen Händel-Festspiele Göttingen. Intendant Tobias Wolff hat zum ersten Händel-Talk in Bremers Weinkellerei eingeladen. Zu Gast waren der Violinist Jonas Zschenderlein und der Chorleiter Jörg Straube. Ständiger Gast beim Händel-Talk sind auch der „Händel-Wein“, präsentiert von Philipp Bremer, und Stefan Lipski vom CD-Laden „Tonkost“, der musikalische Vorab-Eindrücke zu ausgewählten Stücken der Festspiele beisteuert.

Livemusik gab es aber auch zu hören: gleich zu Beginn des Abends spielte Jonas Zschenderlein, Mitglied im Ensemble „4 Times Baroque“ eine Fantasie von Georg Philipp Telemann. Damit legte er Tobias Wolff gleich die erste Frage des Abends in den Mund: „Warum ein Stück von Telemann?“, wollte Wolff wissen. „Das war ein Gruß zum Geburtstag“, sagte Zschenderlein. Und in der Tat: an diesem 14. März 2018 jährte sich Telemanns Geburtstag zum 337. Mal. „Außerdem wird das Werk von Telemann viel zu selten gespielt“, ergänzte der 1995 in Koblenz geborene junge Künstler. Zurzeit studiert er Alte Musik in Frankfurt. „Mit ungefähr 80 Studierenden ist das eine der größten Abteilungen an den Musikhochschulen in Deutschland“, erläuterte er. Wie denn ein junger Mann auf die Idee komme, sich so früh schon derartig zu spezialisieren, wollte Wolff wissen. „Ich bin damit aufgewachsen. Meine Eltern sind beide Musiker, meine erste Barockgeige bekam ich im Alter von 10 Jahren.“ Zu Anfang mochte er den Klang der Darmseiten gar nicht so gerne, inzwischen weiß er aber die Individualität eines solchen Instrumentes sehr zu schätzen. „Auf der modernen Geige fühle ich mich eingeengt“, erklärte Zschenderlein. Sein Ensemble „4 Times Baroque“ hat gerade eine erste CD eingespielt und gastiert zu den Festspielen am 16. Mai um 19.30 Uhr in der Münsterkirche St. Alexandri in Einbeck.

Jörg Straube leitet unter anderem den Landesjugendchor. „Gibt es eigentlich heute mehr junge Menschen, die sich für das Chorsingen begeistern können, oder sind es weniger geworden?“, fragte Tobias Wolff den 65jährigen Musiker. „Das ist eher mehr geworden“, meinte Straube, der das niedersächsische Auswahlensemble schon seit vielen Jahren begleitet. „Was spricht junge Menschen denn an, dass sie sich für Alte Musik interessieren?“ fragte Wolff in die Runde. Zschenderlein fing sofort an, von der Wirkung und den Möglichkeiten der Alten Musik zu schwärmen. Das gelte aber nicht für die Musik der Romantik. „Das sehe ich nicht so“, widersprach Straube. „Da haben wir einen Konflikt, wie schön!“, stellte Tobias Wolff fest – und leitete damit auf das Festspielthema „Konflikte“ über.

Der Konflikt zwischen Syrien, Ägypten und Israel ist das zentrale Thema in Händels Oratorium „Alexander Balus“, das Jörg Straube mit dem Landesjugendchor und dem Ensemble „Musica Alta Ripa“ am 13. Mai in der St. Nicolai-Kirche in Herzberg zur Aufführung bringen wird. „Zu Beginn fand ich die Handlung ziemlich verworren. Die Begeisterung über die Musik überwog aber schnell“, fasste Straube die Beschäftigung mit der Partitur zusammen.

Um das zu unterstreichen, spielte Stefan Lipski eine Arie der Kleopatra (Straube: „Eigentlich müsste das Oratorium Kleopatra heißen“) vor – entrückend schön! Und nach einem nochmaligen Violin-Solo von Jonas Zschenderlein darf man sich noch mehr auf die Festspiele freuen, die vom 10. bis zum 21. Mai in Göttingen und der Region stattfinden werden.

Das gesamte Programm und Tickets finden Sie hier im Kulturbüro Göttingen und auf der Homepage der Festspiele unter www.haendel-festspiele.de 

 

Letzte Änderung am Samstag, 24 März 2018 19:06

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