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Montag, 19 Februar 2018 08:05

GSO

Nacht der Filmmusik in der Sparkassen-Arena

Spannung, Romantik und Abenteuer auf der musikalischen Leinwand

geschrieben von
Das Göttinger Symphonie Orchester mit Jason Weaver in der Sparkassen-Arena Das Göttinger Symphonie Orchester mit Jason Weaver in der Sparkassen-Arena © Photo: Wortmann

Das Göttinger Symphonieorchester und Jason Weaver präsentieren die zweite Nacht der Filmmusik

Nach der ersten Nacht der Filmmusik des Göttinger Symphonie Orchesters unter Leitung von Jason Weaver im Jahr 2016 spielte das Ensemble in diesem Jahr erneut in der fast ausverkauften Sparkassenarena. Schon bei Ankunft vor der Arena bot sich ein eindrucksvolles Bild, nicht nur wegen der langen Besucherschlangen, die sich vor den Eingängen stauten: auch begegneten einem an diesem Abend Sturmtruppenkämpfer des „Imperiums“, der pelzige Wookie-Krieger Chewbacca und sogar der schwer atmenden Darth Vader persönlich und in lebendiger Originalgröße. Diese sorgten jedoch nicht nur für atmosphärische Unterhaltung, sondern ließen sich für einen guten Zweck, der Unterstützung eines Elternwohnhauses neben einem Kinderhospiz, mit Gästen fotografieren. An diesem Abend präsentierte der in Arizona aufgewachsene Dirigent Jason Weaver mit dem Göttinger Symphonie Orchester eine wirklich hervorragende Auswahl an Klassikern der Filmmusik, die, wie an der Zusammensetzung des Publikums erkennen ließ, ganz verschiedene Altersklassen ansprachen. Für motivierte und unterhaltsame Begleitung durch das Programm sorgte Moderator Jury Tetzlaff, bekannt als einer der Gründungsmoderatoren des Kinderkanals KI.KA, der zwischen den Stücken eine amüsante und gleichwohl informative Einleitung über die Filmhintergründe präsentierte.

Den Auftakt machte die Filmmusik von Danny Elfman aus dem Film „Batman“, ein gebührender Beginn mit abwechselnd fließender Melodie und rhythmischem Schlagzeugeinsatz, gefolgt von den zauberhaften „The Chronicles of Narnia“, komponiert von Harry Gregson-Williams. Nahezu filigrane Klänge, träumerische Streichersequenzen, abgerundet mit Horneinsatz und hauchzarten Harfenklängen. Ein Stück, in dem alle Stimmungen von schwärmerisch über geheimnisvoll bis zu bedrohlich durch das hervorragende Spiel des Orchesters spürbar wurden. Ein schöner Übergang zu den anmutigen, tänzerischen Passagen der Musik zu Disneys Film „Die Schöne und das Biest“ von Alan Menken und der nur für Streicher komponierten Filmmusik zu „Downtown Abbey“ des schottischen Komponisten John Lunn, deren intensive Atmosphäre von einer klaren und schlichten Linie geprägt ist. Diese sanftmütigen, teilweise hauchzart dahingleitenden Streicherpassagen machten nur einen der vielen Höhepunkte des Abends aus. Nicht fehlen durfte auch die schwungvolle Musik aus der mehrteiligen und legendären Science-Fiction-Komödie „Zurück in die Zukunft“ von Alan Silvestri, die besonders durch die Blasinstrumente kraftvoll, klanggewaltig und raffiniert wirkte. Im Anschluss wurde es schließlich romantisch mit „Somewhere in Time“ von John Barry, mit einem idyllischen Beginn am Klavier in Begleitung von einem Hauch Flöte. Aber zu Herzen ging es auch mit James Horner und „Appollo 13“, damals mit Tom Hanks in der Hauptrolle, dramatisch und berührend durch das stets wiederkehrende, charakteristische Trompetensolo, dann wieder kraftvoll und stark durch die Bläser und Pauken, mündend in ein grandioses Finale, das zum Medley aus 40 Jahren „Star Wars“ überleitete, dem Kampf von Gut gegen Böse.

Auch nach der Pause ging es mit Höhepunkten weiter, dem erfolgreichen Film „Spiderman“, mit der Musik von Danny Elfman und natürlich „King Kong“, wo noch einmal die ganze Harmonie zwischen Orchester und Dirigent zum Vorschein kam, eine meisterhafte Leistung: gewaltig, tosende und aufbrausende Atmosphäre mit rhythmischen Trommeln – ein Wechsel von Ruhe und Harmonie mit tief greifenden, dumpfen Passagen – eine voluminöse Klangwelt. Nahegehend wurde es schließlich mit „Pearl Habor“, einem Film, der zwar in verschiedenen Kategorien für die goldene Himbeere nominiert wurde, nicht aber wegen der von Hans Zimmer komponierten Filmmusik, die in höchsten Tönen gelobt wurde. Zum Abschluss folgten „Gonna fly now“ von Bill Conti aus dem Film „Rocky“, mit hervorragendem Schlagzeugeinsatz, abwechslungsreich und feurig, und zum gebührenden Abschluss das heitere und sprühende „The Flight to Neverland“ von John Williams aus dem Film „Hook“.

An diesem Abend waren alle Stimmungen und Emotionen auf der musikalischen Leinwand vertreten und begeisterte die gefüllte Sparkassenarena, in der zum Schluss noch zwei Zugaben, der grandiose „Imperial March“ aus Star Wars und Musik aus „Pirates oft the Carribian“ gespielt wurden, bevor das Orchester vom Publikum mit tosendem Applaus verabschiedet wurde.

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Februar 2018 12:07

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