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Samstag, 17 Februar 2018 18:19

Figurentheatertage

„The House“ zu Gast in der musa

Beste Unterhaltung auf hohem Niveau

geschrieben von
Tony hat große Visionen und Bruno tut einfach sein Bestes. Tony hat große Visionen und Bruno tut einfach sein Bestes. © Photo: Sofie Krog Teater

Ein echter Thriller, eine gruselige Geschichte wurde mit „The House“ bei den Göttinger Figurentheatertagen erzählt: zu Gast war das Sofie Krog Teater aus der Nähe von Aarhus in Dänemark.

Zusammen mit ihrem spanischen Partner David Faraco erzählt Sofie Krog, nein – erzählt „das Haus“ seine Geschichte von dem Bestattungsunternehmen der Familie Warehouse. Auf ihrem Totenbett ändert die Bestatterin Mrs. Esparanza ihren letzten Willen und das Testament. Es folgt, was folgen muss: nicht alle sind glücklich über die Verfügungen, und so wird gemeuchelt, gemordet, intrigiert, dass es nur so die Freude ist.

Schauplatz ist das Haus, das mit liebevollen Details ausgestattet ist. Die Figuren sind Stabpuppen, dazu gibt es wunderbare Lichteffekte und effektvolle Sounds. Dass sich plötzlich das Haus dreht, wundert einen eigentlich nicht mehr. Aber es wird nur gedreht, um einige Szenen im Haus zu zeigen, während in der Frontansicht nur der Blick durch die zahlreichen Türen und Fenster möglich ist.

Das Ganze ist beste Unterhaltung auf hohem Niveau. Die Dialoge sind in englischer Sprache (mit zum Teil hübschem spanischen Akzent), aber jederzeit gut verständlich. In Göttingen im ausverkauften großen Saal der Musa ist das ohnehin kein Problem.

Viele kleine, durchdachte Details und Gags sind in das Stück eingebaut: Theaternebel wird beim Einsatz des Krematoriums eingesetzt (wirklich keine schöne Szene…), die Lichtregie ist hervorragend – und die Charaktere der Figuren sind sehr überzeugend. Das einzige Problem dabei ist: man gewinnt sie alle sehr schnell lieb, diese Figuren – ob nun Bruno und Tony, die Kleinkriminellen, oder den Hund der Verstorbenen oder den Rechtsanwalt, ob nun der Neffe Henry oder die eiskalte Flora. Auch, wenn sie meucheln und mit der Axt zuschlagen, wenn sie den armen Rechtsanwalt mit den sterblichen Überresten der alten Dame reinlegen, wenn sie üble Pläne schmieden, um an das Erbe zu kommen – nun, so ist das eben bei einem Comedy-Thriller.

Die vielen Besucher waren jedenfalls schwer begeistert, der Applaus wollte kaum ein Ende nehmen. Und so reiht sich dieser Abend in die zahlreichen Höhepunkte der diesjährigen Figurentheatertage ein, deren Vorstellungen so phantastisch besucht sind. Glückwunsch an die Veranstalter!

Letzte Änderung am Mittwoch, 28 Februar 2018 12:07

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