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Montag, 08 Februar 2016 14:29

Volkslied-Zitate zum Semesterabschluss

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Heidi Schmid mit dem Göttinger Universitätsorchester und Ingolf Helm in der Aula der Universität Heidi Schmid mit dem Göttinger Universitätsorchester und Ingolf Helm in der Aula der Universität Photo: © Lutz Preßler

Konzerte des Universitätsorchester in der Aula der Georg-August-Universität

An zwei Abenden musizierte das Universitätsorchester unter der Leitung des Akademischen Musikdirektors Ingolf Helm in der jeweils vollbesetzten Aula das Semesterprogramm und begeisterte sein Publikum. Volksliedzitate zogen sich als Roter Faden durch die Stücke des Abends. 

Etliche Kinderlieder sind in Humperdincks Oper Hänsel und Gretel einkomponiert und der Abendsegen „Abends wenn ich schlafen geh‘“ war so beliebt, dass es zum Volkslied wurde. Mit diesem Motiv beginnt die Ouvertüre der Oper. Gleich zu Beginn des Abends konnten die Hörner brillieren, und es waren im Laufe des Abends immer wieder solistische Glanzleistungen zu hören. Dies ist auch das Ergebnis der sorgfältigen Arbeit in den einzelnen Instrumentengruppen. Die vielen Motive der Oper, die in der Ouvertüre verarbeitet sind, wanderten durch die verschiedenen Stimmen, was mit dem wunderbar transparenten Klang des Orchesters gut herausgearbeitet wurde. So startete der Abend mit einem echten Kleinod.

Bruchs Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll mit Heidi Schmid als Solistin begeisterte das Publikum und riss es zu Beifallsstürmen hin. Schon gleich von Beginn an setze Schmid mit ihrer zupackenden und präzisen Spielweise deutliche Akzente. Dies übertrug sich auch auf das Orchester und so gestalteten Solistin und die jungen Musizierenden gemeinsam dieses bekannteste Werk des Komponisten, der sich selber im Schatten von Johannes Brahms sah. Der fulminante dritte Satz ließ noch einmal das technische und gestalterische Können der Solistin aufstrahlen und ihre musikalischen Impulse wurden wie in den Sätzen zuvor im musikalischen Dialog vom Orchester aufgenommen und gespiegelt. Als Zugabe spielte Schmid das Grave aus der a-Moll Solo-Suite von Johann Sebastian Bach und entließ damit das Publikum in die Pause.

Im Anschluss stand Tschaikowskys 2. Sinfonie, die „Kleinrussische“, auf dem Programm. Hier ist zunächst die Qualität des sehr informativen Programmhefts zu erwähnen, das diese Sinfonie auch politisch verortete. Sie wurde von Tschaikowsky während eines Urlaubs in der Ukraine komponiert und greift Melodien von Volksliedern auf, die der Komponist dort kennenlernte. Das Werk ist geprägt von einer rhythmischen und melodischen Kleinteiligkeit und Abwechslung, die höchste Präzision und Konzentration erfordert. Diese war bei den jungen Musizierenden im letzten Teil des Abends nicht immer vorhanden, so dass die Feinabstimmung gelegentlich gefährdet war. Dennoch hat auch diese wenig gespielte Sinfonie an diesem Abend das Publikum begeistert, was an den Leistungen der verschiedenen Stimmgruppen lag. Insbesondere in den Bläsergruppen stachen auch hier immer wieder Einzelleistungen bei den solistischen Stellen hervor und zeugten von der hohen Qualität der Musizierenden im Universitätsorchester. Als Beispiel sei die Pikkoloflötistin genannt, die ihren anspruchsvollen Part großartig meisterte.

Das Publikum bedankte sich mit einem langanhaltenden Applaus bei allen Mitwirkenden.

Letzte Änderung am Montag, 08 Februar 2016 14:32

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