Willkommen im Kulturbüro Göttingen

Lieber Gast,
herzlich willkommen auf den Seiten des Kulturbüro Göttingen. Sie finden hier ein großes Angebot an Terminen, Spielplänen, Tipps und Rezensionen.
Um dieses Angebot frei verfügbar anbieten zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns, wenn Sie sich an der Finanzierung dieses Angebotes beteiligen würden. Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten – von der Einmalzahlung bis zur Jahresmitgliedschaft.

Sonntag, 23 November 2014 16:48

Voradventliches Adventskonzert

geschrieben von
Das Göttinger Kammerorchester Das Göttinger Kammerorchester Quelle: Göttinger Kammerorchester

Das Göttinger Kammerorchester mit einem Benefizkonzert im Alten Rathaus.

Ein Adventskonzert am 21. November ist zwar ein wenig verfrüht, aber die Läden bieten bereits seit gut zwei Monaten Weihnachtsgebäck und Nikoläuse an. Außerdem öffnet der Göttinger Weihnachtsmarkt nächste Woche auch schon seine Pforten.

Den Rahmen des Konzerts bildeten zwei barocke Kammermusikwerke von zwei Komponisten, die das Concerto grosso mitbegründeten: Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli. Vivaldi ist vermutlich der bekannter der beiden Komponisten, doch kennen die Meisten von ihm nur die Vier Jahreszeiten. Das an diesem Abend gespielte Concerto grosso d-moll, op. 3, No.11 hielt nicht nur für die Violinen Tücken bereit, die gleich zu Beginn ihre Fingerfertigkeit unter Beweis stellen mussten. Das Wechselspiel einzelner Instrumente, das in diesem Konzert häufig vorkommt, war sehr ausgewogen. Einzelne Soli waren im Klang überzeugend. Der für ein Concerto grosso typische Satzwechsel schnell-langsam-schnell war deutlich zu vernehmen. Als letztes Werk stand Corellis Weihnachtskonzert auf dem Programm. Vor allem das Allegro des 3. Satzes erzeugt durch eine gewisse Ähnlichkeit zu Pachelbels Kanon in D-Dur (zumindest beim Autor) ein weihnachtliche Stimmung. Die Konzentration ließ am Ende des Konzerts leider ein wenig nach, weswegen die Absprachen unter den Musikern an manchen Stellen nicht mehr ganz stimmten. Das Stück endet ganz leise, wie wenn ein Fragezeichen am Ende des Satzes stünde.

Vor der Pause spielte die Konzertmeisterin des Göttinger Symphonie Orchesters Natalie Kundirenko den Solopart des Konzerts für Violine und Orchester d-moll von Mendelssohn-Bartholdy. Die Wechsel in den Läufen zwischen legato und staccato machten die Solopartien vielfältig in der Gestaltung. Die konstante Begleitung des Orchesters gab dem Zuhörer den nötigen Halt, um in den auf- und absteigenden Läufen der Solovioline nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren. Auch in diesem Werk waren die unterschiedlichen Tempi der einzelnen Sätze schön herausgearbeitet.

Grieg komponierte die Suite Aus Holbergs Zeit anlässlich des 200. Geburtstags des Dichters Ludvig Holberg im Jahr 1884. Drei Barocktänze finden sich in den Satzbezeichnungen wieder Sarabande – Gavotte – Rigaudon, denen Grieg ein Präludium voran und ein Air dazwischen gestellt hat. Das Solo der 1. Viola im 2. Satz war besonders eindrücklich. Das Zusammenspiel innerhalb der Instrumentengruppen war in diesem Stück leider nicht immer ganz sauber, tat aber dem Gesamtklang nichts ab.

Johann-Sebastian Sommer, der Leiter des Göttinger Kammerorchester verabschiedete das Publikum mit einer Zugabe Karl Jenkins (Palladio), das beschwingt in den Abend und durch die Advents- und Weihnachtszeit führen soll.

Der Erlös des Benefizkonzerts geht an caritas international Syrienhilfe.

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 März 2016 12:44

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Jetzt schon Tickets sichern

Kultursommer 2018

Kulturticket

Gandersheimer Domfestspiele

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.
Ok