Willkommen im Kulturbüro Göttingen


Lieber Gast,
herzlich willkommen auf den Seiten des Kulturbüro Göttingen. Sie finden hier ein großes Angebot an Terminen, Spielplänen, Tipps und Rezensionen.
Um dieses Angebot frei verfügbar anbieten zu können, sind wir auf Unterstützung angewiesen. Wir freuen uns, wenn Sie sich an der Finanzierung dieses Angebotes beteiligen würden. Lesen Sie mehr über die Möglichkeiten – von der Einmalzahlung bis zur Jahresmitgliedschaft.

Montag, 20 Januar 2014 18:15

Drei mal Stabat mater in Göttingen

geschrieben von
Pietà von Luis de Morales (1509–1586) Pietà von Luis de Morales (1509–1586)

Unichor am 1.2., Jacobikantorei am 9.2. und Stadtkantorei am 23.3.

Drei evangelische Kirchenmusiker führen in den nächsten Wochen ein „Stabat mater“ auf. Dieser mittelalterliche, katholische Hymnus wurde von zahlreichen Komponisten vertont, allein bei Wikipedia sind 53 Vertonungen aufgeführt, in der Petrucci-Musikbibliothek (http://imslp.org) sind es sogar 458 Treffer.

Dennoch ist die Häufung in Göttingen auffällig. Warum haben sich die Göttinger Chorleiter für dieses katholische Werk entschieden? Das mag Zufall sein. Oder ist es kurz vor dem Luther-Jubiläum 2017 eine Sehnsucht nach katholischen Inhalten? Das vielleicht dann doch nicht.

Zufall oder nicht: es ist für die Konzertbesucher eine einmalige Gelegenheit, diesen Text in den verschiedenen Interpretationen und Vertonungen zu vergleichen:

"Schaut die Mutter voller Schmerzen,
wie sie mit zerrißnem Herzen
unterm Kreuz des Sohnes steht:
Ach! wie bangt ihr Herz, wie bricht es,
da das Schwerdt des Weltgerichtes
tief durch ihre Seele geht!"
...
Übersetzung von Christoph Martin Wieland 1779)

Aber der Reihe nach: den Beginn macht Ingolf Helm mit seinem Universitätschor und dem Universitätsorchester. Am 1. Februar (Beginn 20 Uhr) konzertieren sie in der Göttinger Johanniskirche mit dem Stabat mater von Antonin Dvořák. Als Solisten sind Theresa Sommer (Sopran), Mareike Braun (Alt), Joshua Whitener (Tenor) und Hinrich Horn (Bass) zu hören. Mareike Braun ist sicher noch vielen ein Begriff: sie hat im Jahr 2012 die Titelpartie in „Amadigi di Gaula“ bei den Internationalen Göttinger Händel-Festspielen.

Das Konzert des Universitätschores wird am 2. Februar in der Liebfrauenkirche in Witzenhausen wiederholt. Beginn dort ist um 18 Uhr.

Schon eine Woche später erklingt der selbe Text in der Jacobikirche: Stefan Kordes leitet das Konzert der Kantorei St. Jacobi. Es erklingen „Pezzi Sacri“ („Heilige Stücke“) von Giuseppe Verdi, unter anderem eben auch ein „Stabat mater“ enthalten ist. Das ist eine der allerletzten Kompositionen Verdis.
Dazu kommen das Requiem von Gabriel Fauré, seine Pavane und die Pavane von Maurice Ravel sowie Verdis Ouvertüre „La forza del destino“ zu Gehör. Es spielt das Göttinger Symphonie Orchester. Beginn ist am Sonntag, den 9. Februar um 18 Uhr.

Die Göttinger Stadtkantorei führt am 23. März die Vertonung von Gioachino Rossini auf. Als Solisten singen hier Christine Wolff (Sopran), Gabriele Betty Klein (Mezzosopran), Clemens Löschmann (Tenor) und Jürgen Orelly (Bass). Konzertbeginn ist um 19 Uhr in der Johanniskirche. Auch dieses Werk ist nicht abendfüllend, so erklingt außerdem der Psalm 22 von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Sinfonie in g-Moll, KV 550 von Wolfgang Amadeus Mozart. Es spielt das Göttinger Symphonie Orchester, die Leitung hat Kantor Bernd Eberhardt.
Eintrittskarten zu allen Terminen gibt es an allen Göttinger Vorverkaufsstellen, im Internet unter www.reservix.de und natürlich hier online im Kulturbüro.

Letzte Änderung am Donnerstag, 13 Februar 2014 11:27

Schreibe einen Kommentar

Achten Sie darauf, die erforderlichen Informationen einzugeben (mit Stern * gekennzeichnet).
HTML-Code ist nicht erlaubt.

Jetzt schon Tickets sichern

NDR Soundcheck

Nikolausberger Musiktage

Tanz-Kultur-Woche

Diese Seite verwendet Cookies, mit denen Informationen lokal auf Ihrem Rechner gespeichert werden. Mit der Benutzung der Seite stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu.
Ok