|
Musik · Newsletter Kulturbüro Göttingen
Händel rollt durch die Region, das GSO entlässt Osterode in den Sommer
Dienstag, 5. Mai 2026 · Termine bis Sonntag, 17. Mai 2026
|
Diese Woche zünden die Internationalen Händel-Festspiele die erste Stufe: Ein knallroter Karren namens »Der rollende Georg« tourt durch sechs Orte zwischen Landolfshausen und Einbeck, ehe am Donnerstag, 14. Mai, das FestspielOrchester sein 20-jähriges Jubiläum mit einem Galakonzert in der Stadthalle feiert und am Freitag in Händels Götterposse »Deidamia« die Festspielsaison eröffnet. Parallel verabschiedet sich das Göttinger Symphonie Orchester unter dem Motto »Mystisch« in einem Vier-Konzerte-Reigen aus dem Osterode-Abo und biegt mit zwei Kammerkonzerten in die letzte Saisonkurve. Dazu Orgelmusik in St. Jacobi, eine Gitarren-Vespermusik in St. Albani und ein universitärer Kantatengottesdienst zum Ausklang.
Wie Händel diese Woche das Eichsfeld erobert
Zwischen Donnerstag und Samstag rollt »Der rollende Georg« als mobiles Eröffnungsformat der Händel-Festspiele durch die Region: Donnerstag (7. Mai) hält er um 11 Uhr in Landolfshausen am Dorfgemeinschaftshaus und um 15:30 Uhr in Hann. Münden am Kirchplatz. Freitag (8. Mai) folgen Herzberg am Harz (10 Uhr, Marktplatz 30), Duderstadt (12 Uhr, Marktstraße 43), Hardegsen (14:45 Uhr, Schmiedewiese/Am Rathaus) und Einbeck (16:45 Uhr, an der Marktkirche). Samstag (9. Mai) rollt der Karren ab 10:30 Uhr durch Göttingen selbst und nimmt vier Kinder mit auf die Tour.
Die offizielle Saison beginnt am Donnerstag, 14. Mai, um 19 Uhr in der Stadthalle: Das FestspielOrchester Göttingen feiert mit dem Galakonzert »20 Jahre FestspielOrchester Göttingen« sein Jubiläum. Am Freitag, 15. Mai, um 18 Uhr steht im Deutschen Theater die Premiere der Oper »Deidamia (HWV 42)« an – Händels letzte Oper, eine Geschichte um Achill in Frauenkleidern, Maskerade und enthüllte Identität. Am Samstag, 16. Mai, um 18 Uhr folgt die zweite Vorstellung. Wer auf die Inszenierung neugierig ist, findet je um 17 Uhr eine kostenfreie Einführung – am Freitag und Samstag jeweils auf Deutsch und auf Englisch.
|
Service · Händel-Festspiele rund um Göttingen
Das Familien- und Vermittlungsprogramm im Eröffnungswochenende ist dicht: Am Samstag, 16. Mai, lädt das Ensemble Sozusingen um 10 Uhr im Gemeindesaal von St. Jacobi zum »Babykonzert: Lieblingslieder« mit Britten, Mendelssohn und Ligeti (Anmeldung erforderlich, Eintritt frei), zeitgleich beginnt in St. Johannis der »Kindertag – Auf den Spuren von Händel«. Um 15 Uhr führt eine Stadtführung am Alten Rathaus auf den Spuren von Joseph Joachim und Clara Schumann rund ums Gänseliesel. Am Sonntag, 17. Mai, folgen um 11 Uhr in der Aula »Berlin 1865 – Auf den Spuren von Joseph Joachim« sowie um 19:30 Uhr »Bach trifft Händel« im Muthaus der Burg Hardegsen.
|
»Mystisch« – viermal in vier Tagen
Das Göttinger Symphonie Orchester setzt mit dem Programm »Mystisch« seine Sinfonik-Saison fort und tut es gleich vierfach: Freitag, 8. Mai, 19:30 Uhr in der Stadthalle Osterode – das ist zugleich das letzte Konzert des Osterode-Abos der Spielzeit 25/26. Tags darauf, am Samstag, 9. Mai, 19:30 Uhr, gastiert das Programm im PS.Speicher Einbeck, und am Sonntag, 10. Mai, 11 Uhr, lädt es als fünfte Sonntagsmatinee in die Stadthalle Göttingen.
Im Anschluss wechselt das Orchester ins kleinere Format: Sonntagabend (10. Mai, 18:30 Uhr) erklingt im GDA Göttingen das Kammerkonzert »Weltweite Schätze«, am Montag, 11. Mai, 19:45 Uhr, wandert das Programm in die Ev.-Reformierte Kirche. Beide Häuser sind als Kammermusikorte von ganz unterschiedlichem Charakter – ein Reiz dieser Doppelung.
Das vorerst letzte Wort hat das Orchester am Sonntag, 17. Mai, 17 Uhr, im Deutschen Theater: Das Promenadenkonzert 4 entsteht in Kooperation mit den Händel-Festspielen und kombiniert Igor Strawinskys »Die Geschichte vom Soldaten« mit Matthias Weckmanns Kantate »Wie liegt die Stadt so wüste« – ein Programm, das die Festspiele vom Pult des GSO her aufnimmt und über die Sparten hinausspielt.
Stille Stunden in den Kirchen
Die Reihe »Vox Organi« in St. Jacobi steuert in dieser Newsletter-Strecke gleich zwei Konzerte bei: Am Freitag, 8. Mai, 18 Uhr, gastiert Arvid Gast aus Lübeck mit einem Programm rund um das Tonbuchstaben-Motiv »B-A-C-H« und stellt Werke von Schumann, Bach und Liszt nebeneinander. Eine Woche später, am Freitag, 15. Mai, 18 Uhr, übernimmt Matthias Süß aus Annaberg und spielt Bachs Passacaglia, Werke von Lemmens und Rheinberger.
Am Samstag, 9. Mai, lädt St. Albani um 18 Uhr zur Geistlichen Abendmusik »El corazón al sur«: Jan Görsmann (Gitarre) und Maika Lenga (Gesang) bewegen sich auf den südeuropäisch-südamerikanischen Linien, die der Titel andeutet – ein in Göttingen seltener Klangraum für eine kirchenmusikalische Vesper.
Den Wochenausklang setzt die Universitätsmusik: Am Sonntag, 17. Mai, erklingt in der Universitätskirche St. Nikolai im Kantatengottesdienst Johann Sebastian Bachs »Wer da gläubet und getauft wird« BWV 37. Es singen und spielen Mitglieder des Universitätschores und des Collegium musicum, die Soli übernehmen Stephan Scherpe (Tenor) und Niklas Münch (Bass), die Leitung hat Antonius Adamske. Der Gottesdienst beginnt um 11.30 Uhr
|
Ausblick:
In der zweiten Festspielwoche ab Dienstag, 19. Mai, geht es Schlag auf Schlag weiter: »Die Geschichte vom Soldaten« kommt am Mittwoch, 20. Mai, in die Reprise, »Deidamia« läuft bis zum Pfingstmontag, 25. Mai, dazu kommen Konzerte in St. Marien, der Stadthalle und der Aula. Im nächsten Newsletter ordnen wir die Hauptwoche der Händel-Festspiele für euch.
|
|