Die politischen Verhältnisse haben sich radikal zugspitzt. Mit der Machtübernahme einer rechtsradikalen Regierung, die bereits eine Bürgerwehr einsetzt, ihre Überwachungsmethoden täglich verfeinert und alle demokratischen Stimmen mit Verboten und Entlassungen drangsaliert. Dieses akut aktuelle Szenario sondiert Lars Werner in seinem Schauspiel »Die ersten hundert Tage«, das in der Inszenierung von Ebru Tartici Borchers auf der dt.2. Bühne als Uraufführung Premiere hatte.
Vier langjährige Freund:innen, von denen drei bereits ins Exil geflüchtet waren, treffen sich an einer abgelegenen Tankstelle an der deutsch tschechischen Grenze und finden keine Verständigung über ihre Lebensentwürfe und Ansprüche und keine gemeinsame Form des Widerstandes gegen das politische Horrorszenario, mit dem sie konfrontiert werden.
Tina Fibiger hat mit der Regisseurin über »Die ersten 100 Tage« gesprochen, die das Stück auch als dramatische Stellungnahme beschreibt, mit der der Autor dem Theater ein Mikrofon an die Hand gibt.
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