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- Kunsthaus Göttingen
Photographie in verschiedenen Formen
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- »Kings Road - A Rudolph Schindler House« von Mona Kuhn
- erschienen am 01. Mai 2023
Bei dem Namen Schindler kommen im deutschen Sprachraum zunächst eher Assoziationen zum zweiten Weltkrieg. Rudolph M. Schindler hingegen war ein Vordenker seiner Zeit, ein experimentierfreudiger Künstler und Architekt und ein Mensch der die Grenzen verschieben und verändern wollte. Ähnliche Motive verwendet auch die Künstlerin Mona Kuhn. Sie geht der Frage nach, wie Architektur gezeigt werden kann. Das Kunsthaus Göttingen stellt mit dem Kurator Gerhard Steidl die Ausstellung »Kings Road - A Rudolph Schindler House« von Mona Kuhn aus. Es ist die erste große Einzelausstellung in Deutschland von Mona Kuhn und die erste in Deutschland stattfindende Ausstellung über Rudolph Schindler.
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- Deutsches Theater
Mentale Verwerfungen im gesellschaftlichen Miteinander
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- »Im Dickicht der Städte« – Brechts dramatisches Duell in der Inszenierung von Katharina Ramser
- erschienen am 01. Mai 2023
Vorhänge aus Papierbahnen bilden ein Dickicht, das sich immer wieder über die einzelnen Kampfschauplätze senkt. Schon im Bühnenbild von Ute Radler gibt kein Ort Halt, weder die Familienenklave mit dem riesigen Bettgestell für alle noch das geschäftliche Treiben und die Bar, in der der sexuelle Fleischmarkt boomt. Trotzdem kommt es überall zu folgenschweren Begegnungen und nicht immer so scheinbar zufällig wie in der Leihbibliothek von C. Maynes, Der Holzhändler Shlink (Christoph Türkey) will sich die Meinung des Angestellten George Garga (Paul Trempnau) erkaufen. Der will sich weder mit Geld ködern noch in seiner armseligen Existenz bedrohen lassen und stellt sich dennoch der Provokation. Berthold Brecht verwickelt das gegensätzliche Paar in einen Kampf, in dem es bald einzig und allein um Strategien im täglichen Überlebenswettbewerb „Im Dickicht der Städte“ geht. Am Deutschen Theater inszenierte Katharina Ramser Brechts dramatisches Duell, das beiden den Sieg verweigert.
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- Theater Nordhausen
Wieviel Platz braucht große Oper?
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- Premiere »Die Perlenfischer« von Georges Bizet in Sondershausen
- erschienen am 30. April 2023
Göttingerinnen und Göttinger, die große Oper sehen und hören möchten, fahren vielfach nach Hannover oder Kassel, vielleicht auch nach Hamburg oder Berlin. Das Theater Nordhausen gehört vielleicht nicht zu den großen Häusern; erst recht nicht die Ausweichspielstätte während der Umbauzeit des Theaters, das »Haus der Kunst« in Sondershausen. Dass sich ein Ausflug in die Musikstadt Sondershausen aber auf jeden Fall lohnt, wird mit der Aufführung von George Bizets »Die Perlenfischer« bewiesen. Jens Wortmann hat die Premiere besucht.
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- Göttinger Frühjahrslese
Abenteuer mit Rückfahrschein oder doch die Realität der Zukunft?
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- °C- Celsius - Lesung mit Marc Elsberg in der Sheddachhalle
- erschienen am 30. April 2023
Ein Thema, vor dem wir nicht mehr die Augen verschließen können, eines, das uns tagtäglich in den Medien verfolgt und ein Thema, das unsere Zukunft bestimmen wird: Die Veränderung des Klimas. Doch wie könnte unsere Zukunft aussehen, wenn wir mit Technologie auf das Klima einwirken könnten?
Im Rahmen der »Göttinger Frühjahrslese 2023« konnte man im Rahmen der Göttinger Frühjahrslese erste Einblicke in den neuesten Roman »°C- Celsius« des Bestseller Autors Marc Elsberg bekommen. Der im Jahr 1967 geborene Österreicher, der zuvor als Strategieberater und Kreativdirektor in der Medienbranche tätig war, etablierte sich 2012 als Bestseller Autor mit seinem Roman »Blackout – Morgen ist es zu spät«, in dem er die katastrophalen Auswirkungen eines globalen Stromausfalles thematisierte, und ist seitdem nicht mehr aus dem Science-Thriller-Genre wegzudenken.
In seinem neuesten Roman »°C- Celsius« baut er eine Welt, die nicht zukunftsfern scheint, sondern eine, die heute oder morgen Realität werden könnte. Es wird wenig gehandelt, wenn es um den Klimawandel geht, es scheint wie ein verlorener Kampf. Bis eines Tages Ufo-förmige Objekte im chinesischen Luftraum auftauchen. Was erst wie ein befürchteter Angriff gegen Taiwan wirkt, entpuppt sich als Versuch Chinas, das Weltklima an sich zu reißen, indem Methoden des Geoengineerings angewendet werden sollen. Doch noch ahnt niemand, dass dies erst der Anfang einer gravierenden Entwicklung ist.
Der Abend beginnt mit lautem Applaus für den Schriftsteller, der sich freut, in Göttingen sein zu dürfen. Moderiert wird die Lesung von Gesa Husemann, der Leiterin des Literarischen Zentrums Göttingen, die allerdings spontan als Vertretung auftreten muss. Kleine aufkommende Probleme lassen sich jedoch mit Humor überspielen und erzeugen eine angenehme und lockere Chemie zwischen Elsberg und der Moderatorin.
Der Autor spricht zunächst über seinen eigenen Werdegang als Schriftsteller, der inzwischen sechs Bestseller hervorbringen konnte. Seine Leidenschaft sieht er seither in Thrillern. So erzählt er, dass die Inspiration für seinen ersten Roman über einen Artikel einer elektrischen Zahnbürste entstand, womit den Besucher:innen einen Lacher entlockt werden kann. Elsberg ist fasziniert von Kettenreaktionen und wie wichtig sie für ein funktionierendes System sind. In Blackout will er einen solchen Zusammenbruch des Systems erzählen, der uns verdeutlichen soll, wie abhängig unser Wohlstand von diesem ist. Auch spricht er über Probleme beim Schreiben und darüber, selbst in Sackgassen zu geraten und ganze Ideen verwerfen zu müssen. Er sieht sich selbst als Architekt für Bücher, denn er gibt auch an, vorher genau wissen zu müssen, wo seine Geschichte hingeht und was die wesentlichen Handlungsschritte sind.
Die Frage, ob es uns heute denn noch gut geht, leitet dann in den ersten Teil der Lesung seines neuen Romans über. Er beginnt passend am Anfang des Buches. Die Leser:innen werden direkt in die Handlung geworfen und erfahren, dass im Luftraum Chinas seltsame Flugobjekte in den Himmel steigen. Die Stimmung ist deutlich verwirrt und verängstigt und gibt einem das Gefühl, selbst ein Teil dieser Welt zu sein.
Die zweite Stelle, die vorgelesen wird, zeigt dagegen einen Kontrast. Sie beginnt langsamer und begleitet eine Figur am Morgen und wie sie die Nachrichtenflut auf Social Media über die Flugobjekte in China wahrnimmt. Marc Elsberg erzählt daraufhin, dass er die permanente Vernetzung der Welt damit beleuchten möchte und wie schnell sich Nachrichten verbreiten können, betont dabei jedoch auch die Gefahr, die sie mit sich bringen kann.
Besonders deutlich wird innerhalb der Lesung, wie wichtig dem Autor die Recherche ist. Er erzählt darüber, wie er permanent Informationen sammelt und Artikel im Internet durchforstet. Auch spricht er mit Expert:innen über die Themen, die er in seinen Büchern verarbeiten möchte. In seiner dritten Textstelle wird seine Rechercheleistung besonders deutlich, da dort der Beginn des menschlichen Eingreifens in das Klima dargestellt wird. Expert:innen konnte er für »°C- Celsius« jedoch nicht hinzuziehen, da es im Bereich des Geoengineerings schlichtweg noch keine gibt, sodass er dort seiner Fantasie freien Lauf lassen konnte. Er erzählt jedoch über die vielen verschiedenen Ansätze, die bereits heute im Geoengineering aufkommen und die oft ihr Vorbild aus Vorgängen in der Natur finden. Als Beispiel nennt er die künstlichen Wolkenbildung, die bereits auf regionaler Ebene eingesetzt wird. Man bekommt daher einen direkten Eindruck darüber, wie sehr sich Elsberg mit den Themen seiner Bücher auseinandersetzt und wie spannend er diese Informationen nicht nur innerhalb seines Buches, sondern auch im Gespräch vermitteln kann.
In seiner vierten und fünften Textstelle stellt Marc Elsberg zwei seiner Hauptpersonen vor. Eine davon stellt eine Klimawissenschaftlerin dar, die den lehrenden Teil des Buches übernimmt und so die Leser:innen abseits des Thrillers über das Thema informieren kann und Zusammenhänge erklärt.
Zum Schluss bekommen die Besucher:innen noch die Möglichkeit, Fragen direkt an den Autor zu richten. Insbesondere wird dabei nach seinen eigenen Konsequenzen gefragt, die er nach einem solchen Buch für sein Leben getroffen hat. Er betont dabei jedoch, dass er zwar einige Maßnahmen unternimmt, jedoch nur ein kleiner Teil eines Systems ist, das dem Klima schadet, sodass er seine Aufgabe und den Apell mitteilt, die Menschen zu wählen, die etwas Positives für das Klima beitragen können. Auch die kritische Frage, warum er gerade China als Akteur gewählt hat, beantwortet er charmant in dem er sagt, dass China die Mittel besitzt, um den Anfang zu machen, aber in seinem Buch noch viele weitere Akteure auftreten werden, sodass es nicht nur bei China bleiben wird, was man jedoch nur erfährt, wenn man das Buch liest.
Zuletzt gibt er den Besucher:innen noch die Möglichkeit ihre Bücher signieren zu lassen und ein persönliches Wort mit ihm zu wechseln.
Die Lesung entführte in eine Welt, die nicht allzu fern erscheint. Sie hat das Bewusstsein für die Notwendigkeit des Handelns auf eine andere Art und Weise geweckt und Inspiration für neue Ideen insbesondere im Bereich des Geoengineerings geschaffen, sodass ein Blick ins Buch definitiv lohnend ist und um es mit Marc Elsbergs Worten zu beenden „Denken sie daran, Weihnachten kommt bald.“
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- Göttinger Frühjahrslese
„Wissenschaft soll Spaß machen!“
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- Science Slam Göttingen 2023
- erschienen am 29. April 2023
Einen erkenntnisreichen und sehr unterhaltsamen Abend der Wissenschaft genoss das Publikum am 28. April in der Sheddachhalle: Die Georg-August-Universität und das Literarische Zentrum Göttingen präsentierten den ersten Science Slam für das Jahr 2023. Das war zugleich auch die Auftaktveranstaltung der »Göttinger Frühjahrslese«, gemeinsam veranstaltet vom Göttinger Literaturherbst und dem Literarischen Zentrum Göttingen.
Moderiert wurde das Event von Manuel Maidorn, Pressesprecher des Max-Planck-Instituts. Maidorn, der selbst ehemaliger Science Slammer für Biochemie ist, machte die Bühne frei für sechs neue Kandidatinnen und Kandidaten.




