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- St. Albanikirche
Wiederuraufführung von Schweinitz in der Albanikirche
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- Göttinger Barockorchester mit dem Konzert »Bach und sein Schüler Schweinitz«
- erschienen am 08. Mai 2023
Das Göttinger Barockorchester präsentierte dem Publikum in der St. Albanikirche ein Stück Göttinger Musikgeschichte aus dem 18. Jahrhundert: Unter der Leitung des Organisten und Dirigenten Antonius Adamske spielte das Barockorchester Pfingst- und Osterkantaten des Göttinger Komponisten Johann Friedrich Schweinitz. Am Abend des 4. Mai wurden diese Kantaten der Pfingstkantate »Wer mich liebet« von Johann Sebastian Bach gegenübergestellt. Schweinitz (1708-1780) war Göttinger Kantor und gehörte zu den begabten Schülern Bachs. Das Barockkonzert war somit eine Einstimmung auf das anstehende Pfingstwochenende.
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- Reformierte Kirche
Raphaela Gromes spielt sich in die Herzen des Publikums
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- Raphaela Gromes (Cello) und Juian Riem (Klavier) zu Gast in Göttingen
- erschienen am 07. Mai 2023
Die Cellistin Raphaela Gromes war in der Saison 2021/22 »Artist in Residence« des Göttinger Symphonieorchesters. In dieser Zeit hatte sie mehrere Konzerte in Göttingen, nicht vergessen ist ihr Auftritt mit dem Cellokonzert von Friedrich Gulda. Nun war Gromes erneut zu Gast, diesmal zusammen mit ihrem Klavierpartner Julian Riem auf Einladung der Reformierten Gemeinde und dem CD-Fachgeschäft Tonkost. In der nahezu ausverkauften Kirche präsentierte am 6. Mai 2023 das Duo Gromes/Riem Musik aus ihrer neuen CD »Femmes«.
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- Jens Wortmann
- Kategorie: Rezension
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- GSO
Atemberaubend virtuoses Spiel
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- Matineekonzert mit Chiara Sannicandro
- erschienen am 05. Mai 2023
Im Matinee-Konzert des Göttinger Symphonieorchesters gab es am Sonntag im Deutschen Theater ein internationales Programm zu hören. Als Gast war die junge Violinistin Chiara Sannicandro eingeladen.
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- Frühjahrslese
„Niemand versucht, dir den Meerrettich wegzunehmen“
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- »Habibitus« von Hengameh Yaghoobifarah
- erschienen am 04. Mai 2023
Alltagsrassismus, Sexismus, Rechter Terror, Queerfeindlichkeit, aber auch Modetrends wie den Vokuhila prägen die für viele Leser:innen meist provokanten taz-Kolumnen von Hengameh Yaghoobifarah. Die Texte von Yaghoobifarah legen den Finger in die Wunde, wie Gesa Husemann trefflich den Abend einleitet. Zwar sind die Kolumnen meist provokant, fraglos sind die Aussagen und Kritiken nachvollziehbar. Die Göttinger Frühjahrslese des Literarischen Zentrums und des Literaturherbstes neigt sich dem Ende. »Habibitus« von Hengameh Yaghoobifarah schließt am Kampftag der Arbeiter:innen die hochkarätige Lese zusammen mit Fatma Aydemir ab.
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- Göttinger Frühjahrslese
Das schiefe Märchen-Trio verzaubert die Sheddachhalle
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- Paul Maar: Musikalische Lesung aus »Das Sams und der blaue Drache«
- erschienen am 02. Mai 2023
Sams-Erfinder Paul Maar und die Musiker Konrad Haas und Wolgang Stute, auch bekannt als Das schiefe Märchen-Trio, kamen im am Nachmittag des 30. April in die Sheddachhalle in Göttingen und sorgten für ordentlich Stimmung. Ganz besonders die Kleinen hatten ihren Spaß und saßen direkt vor der Bühne. Die musikalische Lesung aus Maars Buch »Das Sams und der blaue Drache« war Teil der »Göttinger Frühjahrslese«, gemeinsam veranstaltet vom Göttinger Literaturherbst und dem Literarischen Zentrum Göttingen.
Paul Maar, der seit vielen Jahren in Bamberg lebt, erzählte, dass er die Musiker, Komponisten, und Arrangeure Wolfgang Stute und Konrad Haas schon lange vom Bamberger Theater kenne. „Es ist etwas mühselig, allein mit dem Zug zu fahren und allein auf der Bühne zu stehen. Deshalb fragte ich Wolfgang und Konrad, ob sie bei meinen Lesungen Musik machen möchten, und beide waren sofort begeistert. Das Ziel war es von Anfang an, die Beiden vollkommen in die Lesung mit einzubeziehen. Konrad musste zum Beispiel meine Texte vertonen und Gesangsparts schreiben.“ Konrad Haas erklärte, dass sich jeder Auftritt des Trios anders anfühle, da beide Musiker auch viel mit Maar improvisierten.
Besonders märchenhaft und sehr angenehm spielte Konrad Haas die Querflöte und das Keyboard und Wolfgang Stute die Gitarre und Percussions, um Maars Buch »Das Sams und der blaue Drache« in Töne umzusetzen. Das Vorlesen des zehnten »Sams«-Bandes, das 2020 erschienenen ist, wurde sehr geschickt mit der Hintergrundmusik und dem Gesang von Haas und Stute verknüpft. Es fühlte sich sehr „organisch“ an, die Musik und der Text gingen nahtlos ineinander über. Das Erlebnis, das »Das schiefe Märchentrio« kreierte, fühlte sich „ungewöhnlich-familiär“ und sehr entspannend an. Die Lesung war eine Art Live-Hörspiel auf der Bühne.
Für ihre Kreativität muss das Trio auf jeden Fall gelobt werden, so eine interessante musikalische Show ist für Jung und Alt einfach ein einzigartiges Erlebnis. Auch die Eltern, die ihre Kinder zur musikalischen Lesung begleiteten, applaudierten begeistert. Eine weitere clevere Idee von Maar war, dass er seine Figuren auf ein Plakat zeichnete und die Kinder im Publikum erraten ließ, welcher Charakter es nun sei. Somit wurden die Kids gut in das Event mit einbezogen. Paul Maar interagierte mit den jungen Fans auf sehr freundliche und charmante Weise. Somit waren die Kleinen nie gelangweilt und schauten gespannt der Show zu.
Das »Sams«-Event startete mit einem musikalischen Intro von Stute und Haas. Dieses Intro war schon eine gute Einstimmung in das Buch, welches Maar später vorlas: Die beiden Musiker kreierten durch die angenehmen Gitarren- und Flötenklänge das Bild einer idyllischen Stadt, in welchem das Sams mit seinen Freunden umherspaziert. Außerdem erinnerte die Musik von Haas und Stute an „jazzige“ Blues- und Country-Songs. Deshalb wurde das Publikum nicht nur durch die lustige »Sams«-Story unterhalten, sondern besonders auch durch die musikalische Vertonung, die sich hauptsächlich an Kinder, aber auch an Erwachsene richtete. Nach dem musikalischen Intro fing Paul Maar mit der „Sams-Steinzeit“ an und erklärte die Geschichte seiner Bücher auch für Neueinsteiger. Maar zeichnete seine Hauptfiguren auf einer Leinwand auf und ließ die Kinder erraten, wer die beiden denn nun seien: Es waren natürlich das Sams und sein Ziehvater Herr Taschenbier. Die Kinder rieten und machten mit viel Freude sehr enthusiastisch bei der Show mit. Hier merkt man, dass Maar und seine Kollegen sehr charismatisch und eindeutig „Showmen“ sind. Zudem kommentierte er die Antworten der jungen Zuschauer:innen und sagte einem großen »Sams«-Fan: „Ich sehe, du kennst die Geschichte.“ Paul Maar erläuterte außerdem, dass »Das Sams und der blaue Drache« eigentlich nicht zum Kanon der vorherigen Bücher gehöre. Im Nachhinein habe er es bedauert, die Wunschmaschine bereits in den ersten Bänden explodieren zu lassen. Was hätten sich das Sams und Herr Taschenbier noch alles wünschen können. In diesem Buch finden wir nun die Antwort, dabei spielt zum Beispiel ein blauer Drache namens Ralfer eine Rolle.
Zudem erklärte der Autor während des Events, dass die Figur »das Sams« bereits 50 Jahre alt ist. Man merkt also, wie viele Generationen Maar mit seinem Charakter geprägt hat. „Als ich die Figur als junger Mann erschuf, konnte ich nicht ahnen, was für ein Erfolg »das Sams« werden würde,“ sagt Maar. „Es ist hier in Deutschland bekannt, aber auch weltweit in China oder Japan kennen die Leute die Figur. Ich versuche immer, humorvolle Bücher zu schreiben und spiele gerne mit Wörtern und Sätzen.“ Und anscheinend gefiel dem Publikum der Humor in »Das Sams und der blaue Drache« besonders gut. Als Maar aus seinem Buch vorlas und erzählte, wie sich Herr Taschenbier eine Würstchenkette mit einem Glas Senf dazu wünscht oder der Satz „willst du mich verhintern“ gesagt wurde, konnten sich die Kids vor Lachen kaum einkriegen. Auch dem erwachsenen Publikum konnte Maar mit seinen Wortspielen stets ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Des Weiteren fühlte sich das Erlebnis sehr „immersiv“ an: Als Paul Maar erzählte, wie eine Krähe anfing zu krächzen, krächzte auf einmal Konrad Haas und imitierte die Krähenstimme. Zudem wurde die Hintergrundmusik immer passend gespielt: Als der Troll Tojok und der Bär Bobo sich in einer gespenstischen Höhle treffen, spielte Konrad Haas bedrohliche langsame und hohe Klänge auf dem Keyboard, die glatt aus einem Gruselfilm stammen könnten. Auch das Scheinwerferlicht auf der Bühne, bei dieser gruseligen Szene in Rot, veränderte sich passend zum Geschehen. Zu schaurig wurde es aber gewiss nicht: Mit Songs wie „Tojok, Tojok“ oder „Ist es nicht zum Lachen, was Drachen alles machen“ konnten Stute und Haas das Publikum in ihren Bann ziehen und die Zuschaurinnen und Zuschauer zum Lächeln bringen. Auch ein Percussion-Solo von Wolgang Stute, bei welchem er einen einfachen Kochtopf benutzte, begeisterte das Pubikum. „Ist es nicht schön, was man auf einem Kochtopf für Melodien machen kann,“ kommentierte Maar daraufhin. Ein Gesangsdialog zwischen Haas und Maar sorgte ebenfalls für viel Eindruck.
Die Show des schiefen Märchen-Trios konnte gewiss das Publikum in der Sheddachhalle verzaubern und auf ganzer Linie überzeugen. Ein musikalisches Erlebnis, dass sowohl Jung als auch Alt begeisterte.



