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Olivier Périn an der Orgel in St. Jacobi Göttingen | © Photo: Widemann
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St. Jacobi

Große Bandbreite an Klangfarben

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Olivier Périn zu Gast beim Orgelfestival »Vox Organi«
von Maria Widemann, erschienen am 07. Juli 2024

Die 2131. Orgelmusik in St. Jacobi fand wieder im Rahmen des südniedersächsischen Orgelfestivals Vox Organi statt. Zu Gast war dieses Mal Olivier Périn, stellvertretender Titularorganist an der berühmten Cavaillé-Coll Orgel in der Kirche La Madeleine in Paris, wo er Nachfolger großer Musiker wie Saint-Saëns und Fauré ist.

Und mit der Fantasie in Es-Dur von Camille Saint-Saëns begann dann auch das Programm, das Périn mit Werken französischer Komponisten und mit Jeanne Demessieux auch von einer weiteren Vorgängerin im Amt an St. Madeleine, zusammengestellt hatte. Die viermanualige Ott-/Schmidt-Orgel in St. Jacobi eignet sich hervorragend für die französische Orgelmusik des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, Périn lotete die Möglichkeiten des Instruments gekonnt aus. Er nutzte die große Bandbreite an Klangfarben und gestaltete dadurch das einstündige Programm sehr abwechslungsreich.

Mit dem Prélude Funèbre von Joseph Guy Ropartz kam nachdenkliche Stimmung auf. In den nachfolgenden zwei Sätzen aus dem Op. 53 von Louis Vierne, Clair de Lune und Hymne au Soleil trafen klanglich Nacht und Tag – Mond und Sonne in schönem Kontrast aufeinander. Die drei Choralpreludien über gregorianische Themen von Demessieux in der Mitte des Programms setzten einen Ruhepunkt, bevor dann mit der von Frédéric Blanc verschriftlichen Improvisation von Pierre Cochereau in Erinnerung an Louis Vierne ein Bogen zum Beginn des Programms geschlagen wurde. Mit dem sehr effektvollen Marsch in C-Dur von Louis James Alfres Lefebure-Wely beendete Périn sein Programm.

Im Anschluss konnte das Publikum einige Gesangbuchlieder vorschlagen, aus denen Périn dann Jesu meine Freude als Grundlage für seine gut 20-minütige sehr breit und vielfältig angelegte Improvisation auswählte. Ein grandioser Abschluss für ein großartiges Orgelkonzert. Das Publikum, in der trotz Sommerferien und zeitgleich stattfindendem EM-Spiel der deutschen Mannschaft dennoch gut besuchten Kirche, bedankte sich mit langanhaltendem Applaus.

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