Ziel des auf fünf Jahre angelegten Projekts ist es, migrationsbezogene Zukunftsvorstellungen in Forschung, Politik, Bildung und Kultur zu untersuchen. „Wenn wir über die Zukunft unserer Gesellschaft sprechen, können wir die Rolle der Migration nicht ausblenden“, sagt Prof. Dr. Helen Schwenken, Direktorin des IMIS. Rund drei Millionen Euro stehen FuturMig bis Ende 2029 über das Förderprogramm „Wissenschaftsräume“ von Land Niedersachsen und VolkswagenStiftung zur Verfügung.
Das Museum Friedland wird im Rahmen des Projekts ein Reallabor zur Geschichts- und Erinnerungskultur aufbauen. Besucher:innen können sich dort künftig an Interventionen, Experimenten und künstlerisch-kreativen Dialogformaten beteiligen, die neue Perspektiven auf Flucht, Vertreibung und Migration eröffnen. „Aus den Impulsen der Vergangenheit und Gegenwart können neue Visionen von Migrationszukünften entstehen – und wo ginge das besser als in Friedland, wo seit 80 Jahren schutzsuchende Menschen ankommen?“, betont Dr. Anna Haut, wissenschaftliche Leiterin des Museums Friedland.
FuturMig will damit nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sondern auch gesellschaftliche Debatten anstoßen. Besonders im Bildungsbereich sollen die Forschungsergebnisse praktisch nutzbar werden – etwa durch ein geplantes Zertifikatprogramm für Lehrkräfte und Bildungseinrichtungen in Niedersachsen.
Das Museum Friedland ist mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Informationen gibt es telefonisch unter 05504 / 8056-200 oder per E-Mail an