Die Händel-Festspiele Göttingen öffnen bereits Ende November den Vorverkauf für zentrale Programmhöhepunkte 2026. Oper, Oratorium, Gala und weitere Formate geben einen frühen Einblick in den kommenden Festivaljahrgang, der musikalische Schwerpunkte und neue Kooperationen verbindet.
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen rücken mit einem vorgezogenen Vorverkauf in die nächste Saison. Ab Freitag, 28. November, sind Karten für ausgewählte Kernveranstaltungen erhältlich – darunter die neue Festspieloper „Deidamia“, das Oratorium „Messiah“ und die Jubiläumsgala des FestspielOrchesters Göttingen.
Den musikalischen Auftakt gestaltet am 25. April die Sopranistin Julia Lezhneva. Gemeinsam mit dem Lautenisten Luca Pianca präsentiert sie in der Aula der Universität ein Programm mit italienischen Arien aus der frühen Operngeschichte. Lezhneva, im internationalen Musikbetrieb für ihren klar geführten Sopran bekannt, widmet sich hier einem Repertoire, das im Umfeld der jungen Operntradition entstand.
Mit einer Jubiläumsgala eröffnet am 14. Mai das FestspielOrchester Göttingen den Hauptzeitraum der Festspiele. Das Ensemble markiert damit zugleich sein 20-jähriges Bestehen. Unter der Leitung von George Petrou erklingen Werke aus dem europäischen Barock, darunter Kompositionen von Rameau, Bach und Händel. Im Anschluss gestalten Orchestermitglieder eine musikalische After-Show-Session, die traditionelle Musik aus verschiedenen Regionen mit improvisatorischen Elementen verbindet.
Tags darauf folgt im Deutschen Theater die Premiere der Festspieloper „Deidamia“, Händels letzte Oper. Die Inszenierung entsteht in Koproduktion mit der Wexford Festival Opera. George Petrou übernimmt sowohl musikalische Leitung als auch Regie; Bühnenbild und Kostüme stammen von Giorgina Germanou. Die Titelrolle singt Sophie Junker, während Bruno de Sá als Achille und Nicolò Balducci als Ulisse zu erleben sind. Die Oper, im mythologischen Umfeld angesiedelt, verbindet Elemente des Musiktheaters mit charakteristisch differenzierten Figurenzeichnungen. In Wexford wurde die Produktion bereits mit Aufmerksamkeit begleitet.
Einen weiteren Programmpunkt bildet am 23. Mai Händels „Messiah“. Die Solistengruppe umfasst Ana Maria Labin, Sara Mingardo, Ru Charlesworth und Drew Santini. Für die Chorsätze wirkt das NDR Vokalensemble mit.
Auch jenseits des Händel-Repertoires entsteht 2026 ein Gemeinschaftsprojekt. Das Deutsche Theater, das Göttinger Symphonieorchester und die Händel-Festspiele bringen Igor Strawinskys „Die Geschichte vom Soldaten“ auf die Bühne. Das Werk, 1918 entstanden, reflektiert musikalische Einflüsse aus Volksmusik, Jazz und Marschformen. Regie führt Erich Sidler. Parallel wird Matthias Weckmanns Kantate „Wie liegt die Stadt so wüste“ eingebunden. Visualisierungen des Konzertdesigners Folkert Uhde ergänzen die Aufführung (17. und 20. Mai).
Bereits ab Februar bieten mehrere Formate eine Einstimmung auf das Festival:
– ein Auftritt des Ensembles Il Parrasio mit italienischer Barockmusik (22. Februar),
– eine szenische Lesung des Jungen Theaters zu „Deidamia“ im Forum Wissen (ab 10. Februar),
– sowie die Vortragsreihe „Festspiele vorab“ mit Thomas Sander (ab 7. April).
Eintrittskarten sind hier über den Kulturkalender des Kulturbüros, über die Webseite der Händel-Festspiele hndl.de sowie gebührenfrei in der Tourist-Information Göttingen und im Deutschen Theater erhältlich. Das vollständige Programm wird am 4. Februar veröffentlicht, der öffentliche Vorverkauf beginnt am 13. Februar.