Der Kinder- und Jugendchor Cantus Cordis Hardegsen hat unter der Leitung von Gerhard Ropeter beim 8. Erwitter Kinder- und Jugendchorwettbewerb teilgenommen und in seiner Kategorie den ersten Platz belegt sowie einen Sonderpreis gewonnen.
Der alle vier Jahre stattfindende Kinder- und Jugendchorwettbewerb Erwitte (NRW) ist der größte freie Wettbewerb für Kinder- und Jugendchöre in Deutschland. Er fand am 8. und 9. Juni 2024 zum achten mal statt, teilgenommen haben 41 Chöre mit 1.800 Sängerinnen und Sängern. Der Kinder- und Jugendchor Cantus Cordis Hardegsen nahm in der Kategorie »Kinder- und Jugendchor gleichstimmig bis 23 Jahre, max. 25% über 16 Jahre« teil und gewann dort den ersten Preis. Zusätzlich gab es noch den Sonderpreis für die „Beste Interpretation eines zeitgenössischen Chorwerks“.
Als einer der zahlenmäßig kleinsten Chöre konnte der Hauptchor des Cantus Cordis Hardegsen, das sind Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren, die hochkarätig besetzte Jury mit einem breit gefächerten Programm überzeugen: „Gläns över sjö och strand“ (Ivar Widéen, arr. Rucsandra Popescu), „Schwester-lein“ (Johannes Brahms), „AGLEPTA“ (Arne Mellnäs) und „Fly me to the moon“ (Bart Howard, arr. Kirby Shaw).
Vor allem der Vortrag des „AGLEPTA“ des schwedischen Komponisten Arne Mellnäs (1933-2002) hatte es der Jury angetan. Diese Komposition verlangt hohe stimmliche Kompetenz, vieles daran ist extrem: Dynamik, Tonsprünge, Tonhöhen und -tiefen, verschrobene Akkorde, vertrackte Rhythmen.
Auf Vorschlag der Jury hat der Chor das „AGLEPTA“ im abendlichen Preisträgerkonzert in der Hellweg-halle in Erwitte nochmals aufgeführt. Frenetischer Jubel des Publikums.
Das Nordrhein-Westfälische Erwitte (ca. 15.000 Einw., an der A 44 gelegen) hat sich in 30 Jahren erfolg-reicher Chorwettbewerbe zum „Mekka“ für arrivierte Kinder- und Jugendchöre entwickelt. Da „muss“ man hin. Auch 2024 gab es neben den Wettbewerbsauftritten wieder ein heiteres und fröhliches Chortreffen in dem wunderschönen Schlosspark mit bereichernden Begegnungen zwischen jungen Choristen aus ganz Deutschland und zwischen ihren Chorleitern.
Nach der Ergebnisverkündung für Cantus Cordis fragte mancher Gast erstaunt: „Hardegsen? Wo liegt denn Hardegsen?“ Sodann wollte man wissen, wie der Chor in einem so kleinen Ort ein solches Niveau erreichen kann. Die schlichte Antwort unserer jungen Damen: „Gemeinsinn, konsequenter Probenbe-such, Disziplin und eine unbändige Lust am Singen.“