Eine neue Ausgabe des Podcast »Szenenwechsel«: Tina Fibiger spricht mit Regisseur Janis Knorr über seine Inszenierung von »Krabat« nach Otfried Preußler, die auf der dt.2-Bühne Premiere feiert.
Was Macht, Herrschaft und Angst mit Menschen machen können, rückt in Janis Knorrs Inszenierung von »Krabat« auf der dt.2-Bühne des Deutschen Theaters in den Mittelpunkt. In der alten Mühle begegnet der Waisenjunge Krabat einem System aus Kontrolle und Gewalt, dem sich auch die elf anderen Lehrburschen ausgeliefert sehen. Sie hatten sich einen geschützten Ort erhofft – stattdessen stehen Arbeit, Gehorsam und Schweigen auf dem Lehrplan ihres Meisters.
Knorrs Bühnenfassung nach Otfried Preußlers Roman geht den Fragen nach Anpassung und Widerstand nach, erforscht individuelle Überlebensstrategien und zeigt, wo gemeinschaftliches Aufbegehren möglich wird. Drei Schauspielende tragen diesen intensiven Stoff auf der dt.2-Bühne – und rücken die psychologischen Mechanismen eines autoritären Systems in unmittelbare Nähe.
Tina Fibiger spricht mit dem Regisseur über seine Perspektiven auf den Stoff, über ästhetische Entscheidungen und darüber, warum »Krabat« auch heute noch als Erzählung über Manipulation und Selbstbehauptung wirkt.
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