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Fredener Musiktage

Sommerkonzerte in Freden und Alfeld

Noch ist nur wenigen Musikfreunden in Deutschland außerhalb der Grenzregion bekannt, dass das geographisch kleine Nachbarland Luxemburg musikalisch Großes hervorbringt. Besonders die Einweihung der Philharmonie Luxemburg, die inzwischen zu den bedeutendsten Konzerthäusern in Europa zählt, beflügelt seit dem Jahr 2005 das große Potential an hervorragenden Musikern und Ensembles vor Ort. Die 28. Internationalen Fredener Musiktage rücken daher im Juli für neun Tage das Musikleben Luxemburgs in den Mittelpunkt ihres Programms und präsentieren Kammermusik, Märchenkonzert, Nachtkonzert und Bildende Kunst.

Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Konzertbesucher unter 27 Jahre bekommen Tickets zum Sonderpreis von 10 Euro. Freden ist über den Metronom direkt von Göttingen in gut 30 Minuten erreichbar.

Intendant Utz Köster:
Musique de Luxe, musikalische Schätze aus Luxemburg“, dieses doppelsinnige Festivalmotto war eigentlich überfällig. Adrian Adlam, mit dem ich das Festival seit 27 Jahren leite, habe ich 1989 im damaligen RTL-Sinfonieorchester Luxemburg kennengelernt und konnte seither einen enormen Aufschwung des Musiklebens miterleben. Nun wollen wir unserem Publikum bei den Fredener Musiktagen noch deutlicher machen, welche musikalische Vielfalt Luxemburg bietet.“

Bis auf das Abschlusskonzert mit den Stammgästen der camerata freden werden alle Konzerte von luxemburgischen Ensembles und Solisten gestaltet. Auch eine beachtliche Anzahl von Werken aus Luxemburg stammender Komponisten von Romantik bis Gegenwart ist im Programm vertreten.

Artist und Composer in Residence wird der Vibraphonist Pascal Schumacher sein, der besonders im Jazz bekannt ist. Das Festival eröffnet mit einer Uraufführung für Vibraphon und Streicher von Schumacher, bei dem er selbst den Solopart übernimmt. Außerdem erklingen im Konzert mit der camerata freden Werke von Schönberg, Schubert und der Komponistin Lou Koster (21.7.). Eine Woche später spielt Pascal Schumacher erneut in der Fredener Zehntscheune, diesmal ein Nachtkonzert inspiriert von Gershwins berühmter Oper „Porgy & Bess“ in der Besetzung Violine, Kontrabass und Vibraphon (28.7.).
Ein Höhepunkt im Programm wird sicherlich auch das Konzert „Musíca Medíterranea“ des Barockensembles Artemandoline sein. In der speziellen Besetzung aus Mandolinen, Mandolone, Mandola, Cembalo und tiefen Streichinstrumenten kommen in der Fredener Kirche St. Georg Werke aus Spanien und Italien auf das Programm. Es singt die international erfolgreiche Sopranistin Nuria Rial (28.7.)
Ein weiterer Jung-Star ist der Schlagzeuger Christoph Sietzen. Der Luxemburger wurde von der „European Concert Hall Organisation“ in der Saison 2017/2018 als „Rising Star“ ausgewählt und tourt auf der gleichnamigen Konzertserie durch die großen Konzerthäuser Europas wie Elbphilharmonie Hamburg, Barbican Center London und Konzerthaus Wien. Mit diesem Programm macht er auch in Freden halt (24.7.). Einen weiteren Solo-Abend präsentieren die Fredener Musiktage am 26.7.: einen Klavierabend mit Jean Muller. Mit im Gepäck hat der Pianist, der bereits 2007 erfolgreich seine Visitenkarte in Freden abgab und für seine große Bandbreite und Musikalität gelobt wird, u.a. Bachs Goldbergvariationen.

Darüber hinaus werden viele Orchesterkollegen von Intendant Utz Köster erwartet, wie das Kreisler Quartett um den 1. Konzertmeister Haoxing Liang oder die Blechbläser des Luxembourg Philharmonic Brass Quintets (beide am 22.7.). Klaus Brettschneider, viele Jahre für das Orchester im Bereich Musikvermittlung tätig, bringt das Märchenkonzert „Böser Wolf vs. Flinker Hase – zwei Geschichten von Aesop“ für Kinder ab 5 Jahren mit. Die camerata freden spielt die Musik zu Animationsfilmen am 26.7. in der Zehntscheune.

Eine ähnliche Rolle wie die camerata freden für die Aufführung von Kammermusik in ungewöhnlichen Besetzungen hat in Luxemburg der KammerMusekVeräin Lëtzebuerg. Am 25.7. spielen sie Werke der luxemburgischen Komponisten Georges Lentz und Marcel Reuter sowie von Rossini und Spohr. Das erfolgreiche Neue-Musik-Ensemble United Instruments of Lucilin wird am 27.7. zu Gast sein; in ihrem Konzert kontrastieren sie Werke von Bach mit Zeitgenössischem von Hosokawa, Mansurian, Jolas und luxemburgischen Komponisten.

Zum Abschluss des Festivals wird das Programm romantisch: Arnold Schönbergs „Verklärte Nacht“ für Streichsextett op. 4 und Antonín Dvořáks Klavierquintett op. 81 kommen zu Gehör. Interpretiert werden sie von der camerata freden, die dann mit Kammermusik-Schwergewichten und Stammgästen der Fredener Musiktage wie u.a. dem Mainzer Klavierprofessor Thomas Hell, dem britischen Cellisten Lionel Handy, der Amsterdamer Bratschenprofessorin Marjolein Dispa, dem Berliner Philharmoniker Walter Küssner, Viola, und dem englischen Geiger und künstlerischen Leiter Adrian Adlam besetzt sein wird (29.7.).

Das Konzertpublikum kann während der gesamten Dauer des Festivals die Ausstellung „Concerto für Wind, Licht und Ensemble“ in der Zehntscheune ansehen. Das Luxemburg-Thema gibt Anlass für ein Wiedersehen mit Fernand Bertemes, der hier bereits 1995/1996 sehr erfolgreich seine Malerei zeigte. Bei der Vernissage am Eröffnungstag, 21.7., wird Beatrice Immelmann in das Werk von Fernand Bertemes einführen. Der Künstler wird während der ganzen Festivalwoche in Freden anwesend sein und auch vor Ort arbeiten.

Die 28. Internationalen Fredener Musiktage stehen unter der Schirmherrschaft des Premier- und Kulturministers von Luxemburg, Xavier Bettel.

Das Programm und Tickets für alle Konzerte finden Sie hier im Kulturbüro Göttingen. Karten sind außerdem an allen Reservix-Vorverkaufsstellen erhältlich. Weitere Informationen über www.fredener-musiktage.de 

 

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