Nörgelbuff

Die Band JOSH ist nach längerer Pause unter neuem Namen und aktuellem Album zurück. Die 6 köpfige Band um Sängerin und Komponistin Janine Cathrein hat sich von der Besetzung nicht geändert. So bleibt sie in familiärer Hand, denn auch ihre beiden Geschwister leben die Liebe zur Musik.

 

Eine bunte, Merry Prankster-mäßige Gang, hat Janine Cathrein geholfen, ihre klangliche Vision zu verwirklichen: Simon Cathrein (ihr jüngerer Bruder, gelernter Forstwart, Cellist, Perkussionist und Keyboarder), Vera Cathrein (ihre ältere Schwester, Zeltnäherin, Gitarristin und Bassistin), Paul Märki (Stadtnomade, gelernter Polygraf, Gitarrist und Bassist), Nick Furrer (Barista, Schlagzeuger, Perkussionist), Ramon Ziegler (Lehrer, der Mann für Piano und Keyboard).

Die lange Anreise von 9 Stunden merkt man ihnen auf der Bühne in keinster Weise an. Auf wundersame Art und Weise schaffen sie eine ruhige, fließende, tiefgreifende Athmosphäre, die immer auch Überraschendes in den Songs versteckt hält. Ihre Darbietung ist eine kiesige und staubige musikalische Reise, aber reich orchestriert, einer filmischen Lesart und urbaner Folk-Ästhetik folgend. Die Arrangements, durchweg riesig, unterstützen und verstärken das sorgsam abgestimmte und emotional getränkte Songwriting. Intro vom Band, sich darin einfindende erste Klänge der Band, dann der mal männlich mal weiblich klingende Gesang von Janine.

So beginnen Black Sea Dahu am 24. Januar 2019 ihr ausverkauftes Konzert im Nörgelbuff. Eine Melange aus 3-stimmigem Gesang, Drums/Percussion, Bass, 2 Gitarren und einem Cello, die trotz der reichen Orchestrierung sehr leise Töne anschlägt und sich über Akzente der leisen Töne definiert. Hier zeigen sich wirklich große Künstler und Musikliebhaber. Ihre Zurückhaltung und Songdienlichkeit ist faszinierend und wirksam zugleich. Sanfte Übergänge zwischen den spannenden Songstrukturen gemischt mit angenehmen Sounddesign eröffnen einen Zugang zur Schönheit ihrer Musik und zu guter Letzt der Gedankenwelt von Janine Cathrein.

Eine Rückbesinnung auf Wesentliches in einer entrückten Welt. Garniert mit einer kurzen Lesung in Mitten des Konzerts. Hier herrscht die stille Übereinkunft eines sinnvollen und einverstandem Miteinander. Und so herzlich wie Black Sea Dahu von den begeisterten Zuhörern im Nörgelbuff aufgenommen worden sind so dankbar verlassen sie uns nach einem grandiosen Set und Zugabe. Kein Wunder, dass diese Band in 2019 auch noch auf größeren Festivals, wie dem OBS, zu hören sein wird. Man darf sich darauf freuen!

 

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