Apex

„A Cup of life“

„A Cup of life“ heißt das von Michael Meding gegründete Singer/Songwriter-Projekt, das die unterschiedlichsten musikalischen Stilrichtungen wie Folk, Indi, Rock, Jazz & Blues miteinander vereint. Seit 2014 steht der Göttinger mit seiner Band, bestehend aus acht Mitgliedern, auf der Bühne und präsentiert seine Songs der Öffentlichkeit; im Vordergrund die warme, aber gleichzeitig kraftvolle Stimme von Frontsängerin Jana Mischewski, deren Stärke eindeutig in den tiefen Stimmebenen liegt.

Die Musik der Band strahlt Lebendigkeit und Vielfalt aus, vor allem auch durch das Zusammenwirken von Rock Mensahs Künsten am Schlagwerk und Margrit Gooßens kreativer Sounderzeugung mit allerlei Utensilien wie Trommeln, einem Regenstab, Muscheln und Zimbeln. Bemerkenswert war im Besonderen die starke Bühnenpräsenz der drei Gitarristen Andreas Janczyk , Michael Meding selbst und Detlef Fürchtenicht, die mit ihrem facettenreichen, in sich harmonischen Spiel starke wie sanfte Klänge erzeugten und dadurch eine besondere Atmosphäre schufen. Ausdrucksstark zeigte sich auch Andreas Janczyk an der E-Gitarre, mit der er bei „Ghost Train“, einem kleinen Tribut an Pink Floyd und einem der gelungensten Lieder des Abends, die für Pink Floyd charakteristischen Klänge á la David Gilmour hervorbrachte. Darüber hinaus stellte er andere Klangmöglichkeiten seines Instruments vor; so waren bei „The Ferryman“ überraschenderweise Akkordeonklänge aus seiner Gitarre zu hören. Die sprühende Dynamik der Musiker zeigte sich vor allem in Liedern wie „Castle of sand“, dem Titellied der aktuellen CD, das von der Vergänglichkeit von „allem und jedem“ handelt. Stimmlich brillierte Jana Mischewski insbesondere im ruhigeren Stück Andy´s Smile.

Aber nicht nur musikalisch präsentierte die Band ein breites Spektrum. So sind es auch inhaltlich zahlreiche Themen, die Meding bewegen und denen er mit seiner Musik Ausdruck verleihen möchte, was ihm mit seiner Band an diesem Abend auch gelang. So thematisiert er sowohl Alltägliches wie menschliche Beziehungen und Begegnungen im Lied „Sweet Summerrain“ als auch helle und dunkle Seiten des Musikerdaseins in „The voice in the dark“. Meding bezieht klare Stellung zu Politik wie dem Afghanistan-Einsatz („One with you“) und Gewalt („Murder road“) sowie die Aufforderung an Politiker in „Here and now“, „existenzbedrohende Probleme“ hier und jetzt zu lösen.

Es war ein stimmungsreicher Abend im gut besuchten Konzertraum des Apex, mit einer breiten Auswahl an musikalischen Stilrichtungen und rhythmischen Elementen, die im Zusammenspiel mit Gitarren und Gesang eine schöne, kraftvolle Dynamik erzeugten. Nach begeistertem Applaus gab die Band noch drei Zugaben, in der Jana Mischewski gesanglich auch noch einmal ihre rockige Facette zeigte.

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