Zentralmensa

Die Lieder von Bukahara haben Menschen in den letzten Jahren immer wieder zum herumträumen, springen und rennen gebracht. Nun sind die vier Musiker nach Göttingen gekommen und haben das Foyer der Z-Mensa zum Rande gefüllt. Mit dabei: eine Vielzahl an Instrumenten und Melodien zahlreicher Genres.

Auf ihrer Webseite beschreiben sie ihre Musik als geheimnisvolle Mischung aus „Gipsy, Reggae und Balkan Sound“. Auch Klezmer, Swing und Folk-Elemente füllten den Raum – was bei einer verwinkelten und weitläufigen Mensa leider nicht allzu leicht war. Bis die Musik die Menge in Bewegung setzen konnte, bedurfte es zunächst einigem Herumgehopse der Musiker, dann übertrugen sich die Rhythmen auch aufs Publikum. Es wurde euphorisch gehüpft und zeitweise von Seite zu Seite geschwungen.

Es war beeindruckend, den sonst eher kargen Raum mit tanzenden Menschen gefüllt zu sehen. Gleichzeitig schluckte er die ruhigeren Lieder und erinnerte mit Werbeplakaten zu allen Seiten doch daran, dass es sich hier um einen informationsüberlasteten Durchgangsort handelt, nicht um einen zum längeren Verweilen.

Dennoch: man konnte es genießen, den verschiedenen tiefen Stimmen zu lauschen, und es war beeindrucken, wie die Instrumente immer wieder durchgetauscht und auf ihnen improvisiert wurde. Im Repertoire sind Texte auf verschiedenen Sprachen, viele von ihnen herrschaftskritisch. Demgegenüber standen leider teils überhebliche Selbstinszenierungen – Sätze wie „Jetzt zwinge ich die Sängerin der Vorband einfach mal auf die Bühne, um das Lied anzusummen“ müssen nicht sein!

Das Konzert ist schließlich mit einer richtig energiegebenden Zugabe geendet – zu „Eyes Wide Shut“ konnte sich nochmal wunderbar warm gesprungen werden, bevor es in die kalte Herbstnacht nach draußen ging.

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