St. Paulus

In der frisch renovierten St. Pauluskirche erklang in einer festlichen Abendmusik Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Marc-Antoine Charpentier.

Dirigent und Chorleiter Heiner Kedziora hatte ein kurzweiliges Programm zusammengestellt: Der Missa in C von Mozart folgten zwei kürze Werke des noch sehr jungen Wunderkindes: Das Veni Sancte Spiritus komponierte Mozart im Alter von 12 Jahren, beim Te Deum in C war er 13 Jahre alt. Und auch bei diesen frühen Kompositionen war die Genialität des Komponisten zu spüren. Der Singkreis St. Paulus nahm den festlichen und fröhlichen Duktus der Musik auf und präsentieren einen erfrischenden Chorklang. Das Kammerorchester St. Paulus trug zu dem festlichen Charakter bei, insbesondere die Trompeten mit Matthias Schatz und Helmut Bornschier und die Posaunen mit Hartwig Depenbrock, Hermann Martens und Robert Stein.

Gesangssolisten hatte Mozart nur für kurze Ensemblepassagen vorgesehen: Theresa Sommer (Sopran), Katarina Andersson (Alt), Christoph Rosenbaum (Tenor) und Jürgen Orelly (Bass) präsentierten sich hier als homogenes Quartett.

Mit festlichen Trompetenklängen ging es gleich weiter: das als Eurovisionsmelodie berühmt gewordene „Präludium“ eröffnete das Te Deum des französischen Barockkomponisten Marc-Antonie Charpentier. Jetzt konnten auch die Solisten einzeln glänzen: Jürgen Orelly mit seinem klangvollen Bass, Theresa Sommer mit ihrem trotz Krankheit strahlendem Sopran und die mit warmem Timbre singende Katarina Andersson. Christoph Rosenbaum hatte nur einen Kurzeinsatz im Ensemble, gefiel aber mit seiner unangestrengten Stimmführung.

Im Orchester kamen jetzt auch Oboen, Fagott und zeitweise Blockflöten zum Einsatz. Sie gaben dem Stück noch zusätzliche Klangfarben, die Heiner Kedziora sehr gut in seiner genauen Interpretation dosiert einsetzte. Der gesamte Klangkörper aus Chor, Orchester und Solisten war wunderbar aufeinander abgestimmt und geriet nur hie und da ins Wanken, als sich im Continuo einige Ungenauigkeiten einschlichen.

Das Publikum in der gut besetzten St. Pauluskirche fand das aber nicht weiter schlimm, sondern blieb gut gelaunt und festlich gestimmt. Nach langem, begeistertem Applaus wurde der Schlusschor des Te Deum von Charpentier noch einmal als Zugabe gegeben.

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