Literaturherbst

Am Freitagabend, dem 12. Oktober, hat Göttingen einen ganz besonderen Gast empfangen. Die irische Schriftstellerin Cecelia Ahern stellte zur Eröffnung des Göttinger Literaturherbstes im Alten Rathaus ihr neues Buch „Frauen, die ihre Stimme erheben“ (im Originaltitel auf Englisch „ROAR“) vor. Sie selbst war sehr glücklich darüber, ihren ersten Kurzgeschichtenband mit 30 Geschichten zu präsentieren, die sie über fünf Jahre hinweg gesammelt und geschrieben hat. Dabei sind die Frauen, um die sich die Geschichten hauptsächlich drehen, Frauen und Mütter unterschiedlicher sozialer Herkunft und auch unterschiedlichen Alters. Genau das mache das Buch spannend, so Ahern. 

Insgesamt hat die Autorin drei Kurzgeschichten ausgewählt, die auf Deutsch von der Schauspielerin Andrea Strube vorgetragen wurden. Margarete von Schwarzkopf moderierte den Abend und übersetzte. Alle drei Frauen hatten einen hohen Unterhaltungswert und stellten eine humorvolle Einheit dar. Die erste Geschichte „Die Frau auf dem Regal“ knüpfte an die Ehe an und ließ auch das Publikum herzhaft lachen. Die zweite Geschichte „Die Frau, die lächelte“ war ein Spiegel aller Frauen im Publikum, wohingegen die dritte Kurzgeschichte „Die Frau, die abhob“ vor allem die heutige Zeit der Technologie und der Instagramstars reflektierte. 

Gemeinsam haben alle Protangonistinnen, die meistens keine Namen haben, dass sie alle an einen Punkt in ihrem Leben gekommen sind, an dem es so, wie sie es bisher gelebt haben, nicht mehr weitergeht und eine Wendung stattfinden muss. Dabei stellen die Geschichten keine Verklärung dar, sondern eröffnen mal einen anderen Blick auf das Leben und vielleicht auch auf einen selbst ─ auch wenn sie teilweise surreal erzählt werden. Der Ansatz von Ahern war es, sich selbst in den Geschichten wiederzufinden und sie so persönlich wie möglich zu erzählen. Die Kurzgeschichte „Die Frau, die ihren Verstand verliert“ hat Cecelia Ahern dazu gebracht diesen Band herauszubringen, worin viele kleine Geschichten und somit auch viele Momente im Leben einer Frau festgehalten wurden und einen Meilenstein in ihrem jeweiligen Leben darstellen.

Hoffnung auf weitere Bücher von ihr gibt es aber nach diesem Abend auf jeden Fall, denn sie beendete den Abend mit den Worten, dass sie nicht die Frau ist, die aufhören kann über andere Frauen zu schreiben, die ihre Stimme erheben. Vielen Dank für diesen humorvollen Abend und bitte weiter so!

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