Nikolausberger Musiktage

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Lobgesänge, so hatte Bernd Eberhardt das Konzertprogramm für den Göttinger Kammerchor bei den Nikolausberger Musiktagen betitelt. Er begab sich damit auf eine Zeitreise von Heinrich Schütz bis zu Claude Debussy mit Stücken, die das Gloria der Messvertonungen und weitere biblische Lobgesänge in den Mittelpunkt stellten.

Begann der Abend verhalten mit dem Kyrie und dem All Ehr und Lob aus den zwölf geistlichen Gesängen von Heinrich Schütz, war das folgende Gotteslob im Exsultate Deo von Alessandro Scarlatti strahlend und festlich. Der Göttinger Kammerchor wird jeweils projektspezifisch zusammengestellt, hat aber einen festen Kern, der vor allem aus Sängerinnen und Sängern der Göttinger Stadtkantorei besteht. Diese kontinuierliche Zusammenarbeit führt zu großer Intonationssicherheit und geschliffener Interpretation. Dieses wurde insbesondere bei der selten aufgeführten Messe in Es-Dur von Josef Gabriel Rheinberger deutlich.

Insgesamt war der Chor bei diesem klassisch-romantischen Werk ganz in seinem Element und ließ auch feinste Abstufungen hörbar werden. Als charmanter Kontrast im Programm erwiesen sich die nachfolgenden weltlichen Trois Chansons von Claude Debussy. Ganz neue Klangfarben forderte Bernd Eberhardt von seinem Chor, und die Sängerinnen und Sänger folgten ihm präzise und ausdruckstark. Als Kantor und Organist der St. Johanniskirche ergänzte Bernd Eberhardt das Programm mit zwei Orgelwerken: passen zum Motto des Abends erklang das Te Deum Laudamus von Dietrich Buxtehude und als zweites die Sonate opus 65 in D-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Abschließend wurde mit dem Lobet den Herrn, alle Heiden von Albert Becker noch einmal das Motto Lobgesänge aufgenommen und als zauberhafter Gruß zur Nacht Bleibe, Abend will es werden vom selben Komponisten.

Für den kräftigen Applaus in der fast ausverkauften Klosterkirche bedankte sich der Chor mit Eric Whitacres „Sleep“.

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