Fechthalle

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Emotionen pur gab es beim Debüt-Konzert von Marie-Sophie von Düring in der Fechthalle zu erleben. Debüt-Konzert? Die Sängerin hat doch bereits einige Konzertabende in Göttingen gehabt? Das stimmt – und da waren schöne Opern- und Liederabende dabei, so ein Mozart-Abend oder auch der wunderschöne Callas-Abend. Der war im Jahr 2014.

„Dann hat der liebe Gott auf die Reset-Taste gedrückt, ich kam zurück auf Start“, beschreibt von Düring dem Publikum in der gut besuchten Alten Fechthalle die dann folgende Zeit. Auf der Homepage ist nachzulesen: „Manchmal verändert eine einzige, klitzekleine Bewegung dein komplettes Leben, und du entscheidest dich, einen anderen Weg zu gehen … weil nichts mehr ist, wie es vorher war.“

Dieser „andere Weg“ beinhaltet nun keine Opernarien mehr. Dafür hat Marie-Sophie von Düring eigene Lieder geschrieben. Das Lied „Yes“ beschreibt die Qualität der Lieder am besten: „Ich habe beschlossen, ganz und gar ja zu sagen.“ Und so klingen die zehn Lieder, die sie vorgestellt hat, zwar etwas melancholisch und zeigen Emotionen pur. Aber sie strahlten immer auch Optimismus aus.

Einige Lieder sind Personen gewidmet, die sie lange begleitet haben: ihrem Vater, ihrer Tochter und ihrer Freundin. Mit der hat sie im Alter von 23 einen Hut gekauft – den sie bei diesem Lied gleich aufgesetzt hat: „In the summer when we were 23“ – auch hier klingt viel Leichtigkeit und Fröhlichkeit durch.

In ihrem Gesang klingt aber auch durch, dass Marie-Sophie von Düring eine klassische Gesangsausbildung genossen hat. Während einem mitunter selbst der Hals weh tut, wenn man Sängerinnen und Sängern in ein Mikrophon singen hört, passiert hier das Gegenteil: ihr Gesang ist stets kultiviert, aber dennoch voll Leidenschaft.

Und zum guten Sound gehören noch zwei weitere Personen: der Musiker Sam White hat die Melodien und Songtexte arrangiert. Er begleitet die Sängerin bei ihrem Debütkonzert gefühlvoll und empathisch. Das Gleiche gilt auch für den Percussionisten Job Verweijen. Er zauberte wunderbare Effekte mit seinem Schlagzeug, beide zusammen vervollständigten den Klang und ergaben ein großes Ganzes.

„Nothing really stays the same” lautete die Überschrift über diesem Konzert. Nichts bleibt wirklich gleich – das gilt zwar in Bezug auf die Vergangenheit der Sängerin, aber hoffentlich nicht für die Zukunft von ihr. Denn man kann nur hoffen, dass zu den zehn bisher geschriebenen Songs noch einige dazu kommen.

 

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